Waffenkunde: Begriffe für die Jägerprüfung

Waffenkunde ist fester Bestandteil der Jägerprüfung. Hier findest du die Begriffe zu Waffentypen, Verschlüssen, Abzügen und Sicherungen, zu Munition, Ballistik, Optik und zum sicheren Umgang mit Jagdwaffen.

92 Begriffe · alphabetisch sortiert

A

Absehen
Das Absehen ist die im Zielfernrohr sichtbare Zielmarke – etwa ein Fadenkreuz oder Leuchtpunkt –, mit der der Schütze den Haltepunkt auf das Ziel legt.
Abzug
Der Abzug (auch Züngel) ist das Bedienteil, mit dem der Schütze den Schuss auslöst: Er gibt den Abzugsstollen frei, sodass die Schlagfeder den Schlagbolzen auf das Zündhütchen treibt.
Abzugsbügel
Der Abzugsbügel ist der Bügel um den Abzug einer Schusswaffe. An ihm liegt der gestreckte Zeigefinger des Schützen, solange nicht geschossen werden soll.
Außenballistik
Die Außenballistik ist der Teil der Ballistik, der das Verhalten des Geschosses beschreibt, nachdem es den Lauf verlassen hat, bis es auf das Ziel trifft – vor allem seine Flugbahn.
Auszieher
Der Auszieher ist ein Bauteil am Verschluss, das den Hülsenboden erfasst und die Patrone oder leere Hülse beim Öffnen ein Stück aus dem Patronenlager herauszieht.

B

Ballistik
Ballistik ist die Lehre vom Schuss: Sie beschreibt, wie sich ein Geschoss bewegt – vom Zünden der Treibladung über den Flug bis zur Wirkung im Ziel.
Beschusszeichen
Ein Beschusszeichen ist der Stempel eines staatlichen Beschussamts auf den wesentlichen Teilen einer Schusswaffe; es belegt, dass die Waffe die amtliche Beschussprüfung schadlos überstanden hat.
Bleifreies Geschoss
Ein bleifreies Geschoss ist ein Büchsen- oder Flintenlaufgeschoss ohne Blei, meist aus Kupfer, Messing oder Tombak, das nach dem Deformations- oder Zerlegungsprinzip wirkt.
Bockbüchsflinte
Eine Bockbüchsflinte (BBF) ist eine kombinierte Kipplaufwaffe mit zwei übereinanderliegenden Läufen: einem gezogenen Kugellauf und einem glatten Schrotlauf.
Bockflinte
Eine Bockflinte ist eine Kipplaufflinte mit zwei glatten Läufen, die senkrecht übereinander liegen; sie wird auch Über-Unter-Flinte genannt und ist besonders für Flugwild bewährt.
Büchse
Eine Büchse ist eine für den Kugelschuss gebaute Langwaffe mit gezogenem Lauf: Züge und Felder versetzen das Geschoss in Drall und stabilisieren so seinen Flug.
Büchsenlauf
Ein Büchsenlauf ist ein gezogener Lauf: Züge und Felder in seinem Inneren versetzen das Geschoss in Drehung und halten es so im Flug stabil.
Büchsenpatrone
Eine Büchsenpatrone ist die Munition für gezogene Läufe; sie besteht aus Hülse, Zündhütchen, Treibladung und Geschoss und muss für Schalenwild die Mindestwerte des § 19 BJagdG erfüllen.

C

Choke
Der Choke, deutsch Würgebohrung, ist eine Verengung des Flintenlaufs an der Mündung, mit der die Streuung und Deckung der Schrotgarbe gesteuert wird.

D

Direktabzug
Ein Direktabzug ist eine Abzugsart, bei der ein einziger Druck auf das Züngel den Schuss auslöst – ohne dass vorher ein Stecher eingestochen werden muss.
Doppelabzug
Ein Doppelabzug besteht aus zwei getrennten Abzugszüngeln an einer mehrläufigen Waffe, wobei jedes Züngel einen bestimmten Lauf auslöst.
Drall
Drall ist die Drehung, die ein Geschoss im gezogenen Büchsenlauf durch Züge und Felder erhält; sie stabilisiert das Geschoss im Flug wie einen Kreisel und verhindert, dass es sich überschlägt.
Drehkammerverschluss
Der Drehkammerverschluss ist ein Verschluss für Waffen mit starrem Lauf, vor allem Repetierbüchsen: Die Kammer wird durch Drehen des Kammerstängels ver- und entriegelt und zum Laden längs bewegt.
Drilling
Ein Drilling ist eine kombinierte Kipplaufwaffe mit drei Läufen – meist zwei glatten Schrotläufen nebeneinander und einem gezogenen Kugellauf mittig darunter – und bietet damit drei Schuss für Schrot und Kugel.

E

Einabzug
Ein Einabzug, englisch Single Trigger, ist eine Abzugseinrichtung an Doppellaufwaffen, bei der ein einziges Züngel beide Läufe nacheinander auslöst.
Einzellader
Ein Einzellader ist eine Schusswaffe ohne Magazin, bei der jede Patrone von Hand einzeln direkt ins Patronenlager gelegt wird; auch mehrläufige Kipplaufwaffen wie Doppelflinte oder Drilling zählen dazu.

F

Felder
Felder sind in der Waffenkunde die stehengebliebenen Erhöhungen zwischen den Zügen eines gezogenen Laufs; sie pressen das Geschoss in die Züge und geben ihm so den Drall.
Fernglas
Das Fernglas ist das wichtigste Beobachtungsgerät des Jägers. Mit ihm wird Wild gesucht, bestimmt und angesprochen, bevor überhaupt eine Waffe in Anschlag kommt.
Fischhaut
Die Fischhaut ist eine rutschfeste Oberfläche mit rautenförmigem Muster, die am Schafthals und am Vorderschaft eines Gewehrs angebracht ist. Sie sorgt dafür, dass beide Hände sicheren Halt finden.
Flinte
Eine Flinte ist eine Jagdwaffe mit glattem, zuglosem Lauf. Sie verschießt vor allem Schrot für Niederwild und Flugwild, daneben Flintenlaufgeschosse als Einzelgeschosse.
Flintenlauf
Ein Flintenlauf ist ein Lauf mit glatter Laufseele ohne Züge und Felder. Aus ihm werden Schrotladungen und Flintenlaufgeschosse verschossen.
Flintenlaufgeschoss
Ein Flintenlaufgeschoss ist ein Einzelgeschoss, das statt einer Schrotladung aus dem glatten Flintenlauf verschossen wird. Mit ihm darf aus der Flinte auch Schalenwild erlegt werden.
Flügelsicherung
Die Flügelsicherung ist ein drehbarer Sicherungsflügel am Verschluss einer Repetierbüchse. Beim klassischen System Mauser 98 hat sie drei Stellungen und blockiert den Schlagbolzen.

G

Gasdrucklader
Ein Gasdrucklader ist eine Selbstladewaffe, die einen Teil der Pulvergase durch eine Bohrung im Lauf abzweigt. Dieses Gas treibt über einen Kolben den Verschluss an, sodass die Waffe nach dem Schuss selbsttätig nachlädt.
Geradezugverschluss
Ein Geradezugverschluss ist ein Büchsenverschluss, der sich zum Laden nur in Längsrichtung vor- und zurückbewegen lässt. Weil das Drehen der Kammer entfällt, kann schneller repetiert werden.
Gewehrriemen
Der Gewehrriemen, auch Trageriemen, ist ein Riemen aus Leder, Neopren oder Nylon, mit dem eine Langwaffe über der Schulter oder auf dem Rücken getragen wird. Er ist an Riemenbügeln am Vorderschaft und am Kolben befestigt.
Günstigste Einschießentfernung
Die günstigste Einschießentfernung (GEE) ist die Entfernung, bis zu der mit einer bestimmten Büchsenpatrone ohne Änderung des Haltepunkts „Fleck“ geschossen werden kann. Sie liegt dort, wo das fallende Geschoss die Visierlinie zum zweiten Mal kreuzt.

H

Handspannung
Handspannung ist ein Schlosssystem, bei dem der Schütze die Schlagfeder erst unmittelbar vor dem Schuss bewusst von Hand spannt und danach wieder entspannt; bis dahin bleibt die Feder ohne Spannung.
Hochschuss
Ein Hochschuss liegt vor, wenn der Treffpunkt oberhalb des Haltepunkts liegt – entweder bewusst beim Einschießen eingestellt oder unbeabsichtigt durch Fehler beim Schießen und äußere Einflüsse.

I

Innenballistik
Innenballistik ist der Teil der Ballistik, der die Schussentwicklung im Lauf beschreibt – von der Zündung der Treibladung bis zu dem Moment, in dem das Geschoss die Mündung verlässt.

K

Kaliber
Das Kaliber gibt den Innendurchmesser des Laufs und damit den Durchmesser des Geschosses an; zugleich dient die Kaliberbezeichnung als eindeutige Kennung einer Patronensorte.
Kammerstängel
Der Kammerstängel ist der seitlich abstehende Griff an der Kammer eines Drehkammerverschlusses, mit dem der Schütze den Verschluss entriegelt, öffnet, durchlädt und wieder verriegelt.
Kimme
Die Kimme ist das hintere Element der offenen Visierung: eine Kerbe oder ein Schlitz am Lauf oder Verschluss, in den der Schütze beim Zielen das Korn einpasst.
Kipplaufbüchse
Eine Kipplaufbüchse ist eine einläufige Büchse mit Kipplaufverschluss, die zum Laden und Entladen abgekippt wird und nur einen Schuss fasst.
Kipplaufverschluss
Der Kipplaufverschluss ist die Verschlussart der Kipplaufwaffen: Der Lauf wird zum Laden nach unten abgekippt und beim Schließen durch Haken, Nasen oder Riegel fest mit der Waffe verbunden.
Kolben
Der Kolben, auch Hinterschaft genannt, ist der hintere Teil des Schafts einer Langwaffe, der beim Anschlag an der Schulter liegt und den Rückstoß aufnimmt.
Kombinierte Waffe
Eine kombinierte Waffe ist eine Jagdlangwaffe, die mindestens einen Büchsenlauf für Kugelpatronen und einen Flintenlauf für Schrot in sich vereint, etwa Drilling oder Bockbüchsflinte.
Korn
Das Korn ist das vordere Element der offenen Visierung, ein kleiner Punkt oder Balken an der Laufmündung, der beim Zielen in die Kimme eingepasst und auf das Ziel gerichtet wird.

L

Lauf
Der Lauf ist das Rohr einer Schusswaffe, in dem die Treibladung zündet und das Geschoss oder die Schrotladung beschleunigt und nach vorn geführt wird.
Laufseele
Die Laufseele, auch Laufbohrung oder Bohrung genannt, ist der innere Kanal des Laufs zwischen Übergangskegel und Mündung, durch den das Geschoss fliegt.

M

Magazin
Das Magazin ist der Patronenvorrat einer Mehrladewaffe: Es nimmt mehrere Patronen auf, aus denen jeweils eine ins Patronenlager befördert wird, etwa bei Repetierbüchse oder Selbstladepistole.
Mehrlader
Ein Mehrlader ist eine Schusswaffe mit Magazin, die mehrere Patronen aufnimmt; der Schütze führt nach jedem Schuss von Hand eine neue Patrone ins Patronenlager, typisch bei der Repetierbüchse.
Mündung
Die Mündung ist das vordere Ende des Laufs einer Schusswaffe, an dem Geschoss oder Schrotladung die Waffe verlassen. Bei Flinten sitzt dort meist der Choke.

O

Offene Visierung
Die offene Visierung ist eine Zieleinrichtung ohne Linsen, bestehend aus Kimme und Korn. Der Schütze bringt Auge, Kimme, Korn und Ziel in eine Linie; sie eignet sich besonders für kurze Entfernungen.

P

Parallaxe
Parallaxe ist die scheinbare Verschiebung des Absehens gegenüber dem Ziel im Zielfernrohr, die auftritt, wenn das Auge nicht gerade hinter dem Okular sitzt.
Patronenhülse
Die Patronenhülse ist der meist aus Messing gefertigte Behälter einer Patrone, der Zündhütchen, Treibladung und Geschoss aufnimmt und zu einer Einheit verbindet.
Patronenlager
Das Patronenlager ist der hinterste Abschnitt des Laufs, in dem die Patrone vor dem Schuss liegt. Es muss genau zum Kaliber der verwendeten Munition passen.
Pistole
Eine Pistole ist eine Kurzwaffe mit Magazin im Griff und einem Schlitten als Verschluss, der nach jedem Schuss selbsttätig nachlädt. Jagdlich ist sie nur in wenigen Ausnahmefällen zugelassen.
Putzstock
Ein Putzstock ist ein Stab zur Waffenpflege, mit dem Reinigungsmittel wie Filze, Patches oder Bürsten durch den Lauf geführt werden, um Pulverrückstände und Ablagerungen zu entfernen.

Q

Querflinte
Eine Querflinte ist eine Flinte mit zwei glatten Läufen, die waagerecht nebeneinander liegen. Sie gilt als traditionelle Jagdflinte und wird auch Doppelflinte genannt.

R

Randfeuerpatrone
Eine Randfeuerpatrone ist eine Patrone ohne Zündhütchen, bei der die Zündmasse im Bodenrand der Hülse sitzt. Bekannte Beispiele sind die Kleinkaliberpatronen .22 lfB und .22 WMR.
Repetierbüchse
Eine Repetierbüchse ist eine Büchse mit einem gezogenen Lauf und Magazin, bei der der Schütze nach jedem Schuss von Hand durch Bewegen der Kammer nachlädt. Sie ist eine sehr verbreitete Jagdwaffe.
Revolver
Ein Revolver ist eine Kurzwaffe mit einer drehbaren Trommel, deren meist sechs Kammern je eine Patrone aufnehmen. Die Trommel ist dabei zugleich Magazin und Patronenlager.
Röhrenmagazin
Ein Röhrenmagazin ist ein röhrenförmiges Magazin unter dem Lauf, in dem die Patronen hintereinander liegen. Man findet es vor allem bei Unterhebel-Repetierern und Selbstladeflinten.
Rückstoßlader
Ein Rückstoßlader ist eine Selbstladewaffe, bei der die Rückstoßenergie des Schusses Lauf und Verschluss nach hinten treibt, die Hülse auswirft und die nächste Patrone zuführt.

S

Schaft
Der Schaft ist der Teil der Langwaffe, den der Schütze hält und anschlägt; er besteht aus Kolben, Schafthals und Vorderschaft und nimmt den Rückstoß auf.
Schaftbacke
Die Schaftbacke, kurz Backe, ist die Fläche am Kolben einer Langwaffe, an die der Schütze beim Anschlag seine Wange legt; sie legt die Kopfhaltung beim Zielen fest.
Schaftkappe
Die Schaftkappe ist der hintere Abschluss des Kolbens, der beim Anschlag an der Schulter liegt; oft besteht sie aus Gummi, um den Rückstoß zu dämpfen.
Schalldämpfer
Ein Schalldämpfer ist ein Aufsatz für die Laufmündung, der den Mündungsknall verringert; jagdlich dient er vor allem dem Gehörschutz von Jäger und Hund.
Schiebesicherung
Die Schiebesicherung ist eine Sicherung, bei der ein Schieber mit dem Daumen zwischen „gesichert“ und „entsichert“ verschoben wird; typisch ist sie bei Flinten und Kipplaufwaffen.
Schlagbolzen
Der Schlagbolzen, auch Zündstift genannt, ist das Teil des Schlosses, das beim Abziehen auf das Zündhütchen der Patrone schlägt und so den Schuss auslöst.
Schlagbolzensicherung
Eine Schlagbolzensicherung blockiert den Schlagbolzen mechanisch, sodass er nicht ungewollt auf das Zündhütchen schlagen kann; sie gilt als die zuverlässigste Sicherungsart.
Schlagfeder
Die Schlagfeder, auch Schlossfeder genannt, ist die Feder im Schloss einer Waffe, die gespannt Energie speichert und beim Abziehen den Schlagbolzen auf das Zündhütchen treibt.
Schloss
Das Schloss ist der Zündmechanismus einer Schusswaffe, der über Schlagfeder und Schlagbolzen die Patrone zündet; beim Aufbrechen heißt zudem die Verbindung der Beckenknochen Schloss.
Schränkung
Die Schränkung ist die seitliche Abweichung oder Ausbiegung des Gewehrschafts von der Längsachse der Waffe; sie passt den Schaft an Rechts- oder Linksschützen an.
Schrotgarbe
Die Schrotgarbe ist die kegelförmige Wolke aus Schroten, die sich nach dem Verlassen des Flintenlaufs ausbreitet; ihre Dichte und Breite bestimmen die Wirkung des Schrotschusses.
Schrotpatrone
Eine Schrotpatrone ist die Munition der Flinte: In einer meist aus Kunststoff gefertigten Hülse liegen Pulver, Pfropfen und viele kleine Metallkugeln, die Schrote.
Selbstladebüchse
Eine Selbstladebüchse, auch Halbautomat genannt, ist eine Büchse, die nach dem Schuss selbsttätig nachlädt, sodass der Schütze nicht von Hand repetieren muss; für ihre Verwendung bei der Jagd gelten Grenzen für die geladenen Patronen.
Senkung
Die Senkung ist ein Schaftmaß: Sie gibt an, wie tief der hintere Schaft mit der Schaftkappe unter der nach hinten gedachten Verlängerung der Laufschiene bzw. Visierlinie liegt.
Sicherung
Die Sicherung ist eine mechanische oder konstruktive Einrichtung an einer Schusswaffe, die eine ungewollte Schussabgabe verhindern soll; sie senkt das Risiko, macht die Waffe aber nie ungefährlich.
Stecher
Der Stecher ist eine Abzugseinrichtung an Büchsen und kombinierten Waffen, die nach dem Einstechen das Abzugsgewicht stark senkt; als Deutscher Stecher (Doppelzüngel) oder als Rückstecher (französischer Stecher).
Stoßboden
Der Stoßboden ist die Fläche am Verschluss, die das Patronenlager nach hinten begrenzt und an der der Boden der geladenen Patronenhülse anliegt; er dient beim Schuss als Widerlager.

T

Teilmantelgeschoss
Ein Teilmantelgeschoss (TM) ist ein Büchsengeschoss, dessen Mantel die Spitze offen lässt, sodass der Bleikern dort frei liegt. Beim Auftreffen pilzt es auf und gibt viel Energie im Wildkörper ab.
Tiefschuss
Ein Tiefschuss ist ein Treffer, der unterhalb des Haltepunkts sitzt, weil die Geschossbahn an dieser Stelle unter der Visierlinie verläuft.
Treibladung
Die Treibladung ist das Pulver in einer Patrone. Beim Zünden verbrennt es blitzschnell zu Gas, dessen Druck das Geschoss oder die Schrotgarbe durch den Lauf treibt.

Ü

Übergangskegel
Der Übergangskegel ist der kegelförmig enger werdende Abschnitt im Lauf zwischen Patronenlager und Laufseele. Dort greift das Geschoss erstmals in die Züge ein.

V

Verriegelungswarzen
Verriegelungswarzen sind vorstehende Nocken am Verschluss einer Repetierwaffe. Beim Schließen rasten sie in Aussparungen ein und halten den Verschluss beim Schuss gegen den Gasdruck fest.
Verschluss
Der Verschluss ist das Bauteil einer Schusswaffe, das das Patronenlager gasdicht nach hinten abschließt und beim Schuss den Gasdruck von bis zu 4.000 bar sicher aufnimmt.
Vollmantelgeschoss
Ein Vollmantelgeschoss (VM) ist ein Geschoss, dessen Bleikern vollständig von einem Kupfermantel umschlossen ist. Es verformt sich kaum, durchschlägt das Wild und gibt dabei nur wenig Energie ab.
Vorderschaft
Der Vorderschaft ist der vordere Teil des Gewehrschafts unter dem Lauf. Er dient der führenden Hand als Auflage und schützt sie vor dem heißen Lauf.

W

Wechselmagazin
Ein Wechselmagazin ist ein herausnehmbares, außen an der Waffe eingesetztes Magazin, das einen schnellen Tausch des Patronenvorrats erlaubt; bei modernen Repetierbüchsen ist es Standard.

Z

Zerlegungsgeschoss
Ein Zerlegungsgeschoss ist ein Büchsengeschoss, das beim Auftreffen auf den Wildkörper in Splitter zerbricht und so seine Energie sehr früh abgibt; typisches Beispiel ist das H-Mantel-Geschoss.
Zielballistik
Zielballistik ist der Teil der Ballistik, der beschreibt, wie ein Geschoss beim Auftreffen im Ziel wirkt – jagdlich also seine Wirkung im Wildkörper.
Zielfernrohr
Ein Zielfernrohr (ZF) ist eine auf der Büchse montierte Optik, die Vergrößerung und Zieleinrichtung in einem Gerät vereint und präzise Schüsse auf mittlere bis weite Entfernungen ermöglicht.
Züge
Züge sind die spiralförmig in die Innenwand eines gezogenen Laufes eingeschnittenen Rillen; zusammen mit den stehengebliebenen Feldern versetzen sie das Geschoss in Drehung.
Zündhütchen
Das Zündhütchen ist das kleine Zündelement in der Mitte des Hülsenbodens einer Zentralfeuerpatrone; seine schlagempfindliche Zündmasse entflammt, wenn der Schlagbolzen auftrifft, und zündet so die Treibladung.
Zylinderverschluss
Der Zylinderverschluss, auch Kammerverschluss genannt, ist der typische Verschluss der Repetierbüchse: ein zylindrischer Verschlusskörper, der das Patronenlager einer Waffe mit starrem Lauf nach hinten abschließt.
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