Lexikon

Einstecklauf

Waffenkunde

Ein Einstecklauf ist ein Lauf ohne eigenen Verschluss, der in den Lauf einer Waffe größeren Kalibers eingesetzt wird, um daraus kleinere Patronen zu verschießen.

Abgekipptes Laufbündel eines Drillings von hinten, im rechten Schrotlauf steckt ein halb herausgezogener EinstecklaufMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Einstecklauf im Drilling · KI-generierte Illustration

Meist steckt er im Schrotlauf eines Drillings oder einer Bockbüchsflinte und nutzt deren Schloss. Beim Standarddrilling kommt er in den rechten Schrotlauf, weil dieser vom vorderen Abzug mit dem Stecher bedient wird. Gebräuchlich sind kleine Kaliber wie .22 Hornet oder .22 Winchester Magnum, etwa für die balgschonende Jagd auf Raubwild.

Anders als ein Wechsellauf ersetzt er den vorhandenen Lauf nicht, sondern sitzt in ihm. Nach dem Ein- oder Ausbau kann sich die Treffpunktlage des Kugellaufs ändern, weil das Laufbündel anders schwingt; sie ist deshalb danach zu kontrollieren.

Waffenrechtlich darf ihn ohne weitere Erlaubnis erwerben und besitzen, wer die Waffe, für die er bestimmt ist, bereits in seiner Waffenbesitzkarte eingetragen hat. Wie jeder Lauf muss auch ein Einstecklauf amtlich beschossen oder seiner Bauart nach zugelassen sein.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion