Waffenkunde

Teilmantelgeschoss

auch: TM Geschoss, Teilmantel

Ein Teilmantelgeschoss (TM) ist ein Büchsengeschoss, dessen Mantel die Spitze offen lässt, sodass der Bleikern dort frei liegt. Beim Auftreffen pilzt es auf und gibt viel Energie im Wildkörper ab.

Was ist ein „Teilmantelgeschoss“?

Das Teilmantelgeschoss ist das Geschoss einer Büchsenpatrone, also das eigentliche Projektil, das aus dem Lauf austritt und im Ziel wirkt. Sein Kern aus Blei ist von einem Mantel umgeben, der vorn nicht geschlossen ist. Der Mantel moderner Teilmantelgeschosse besteht aus Flussstahl oder Tombak. Durch die freiliegende Spitze verformt sich das Geschoss beim Eindringen in den Wildkörper. Es gilt deshalb als klassische Jagdmunition für Schalenwild und steht im Gegensatz zum Vollmantelgeschoss, dessen Bleikern ganz umhüllt ist. Übliche Kurzbezeichnungen sind TMS für die spitze und TMR für die runde Kopfform.

Wirkung im Wild: Aufpilzen und Restgewicht

Trifft das Teilmantelgeschoss auf, weitet sich die offene Spitze pilzförmig auf. Der Querschnitt wächst, es entsteht ein breiterer Wundkanal, und das Geschoss überträgt mehr Energie auf das Stück. Gleichzeitig bleibt der Ausschuss kontrollierbar. Der Anteil, der nach dem Durchdringen vom ursprünglichen Gewicht übrig bleibt, liegt bei 70 bis 100 Prozent. Dieses Zusammenspiel aus Wirkung und Zusammenhalt macht das Teilmantelgeschoss für die Jagd so geeignet. Rechtlich schreibt § 19 BJagdG keine bestimmte Geschossbauart vor, sondern Mindestwerte: Für Rehwild muss die Auftreffenergie auf 100 m (E100) mindestens 1.000 Joule betragen, für das übrige Schalenwild gelten ein Kaliber ab 6,5 mm und mindestens 2.000 Joule E100.

Grenzen: Hindernisse vor dem Ziel

Weil das Geschoss auf Verformung angelegt ist, reagiert es empfindlich auf alles, was vor dem Stück liegt. Steht ein Rehbock etwa teilweise im Gras, kann das Teilmantelgeschoss schon vor dem Eindringen zerlegt oder aus seiner Bahn abgelenkt werden. Ein freies Schussfeld ist daher Voraussetzung für einen sauberen Treffer.

„Teilmantelgeschoss“ in der Jägerprüfung

Abgefragt wird der Aufbau mit freiem Bleikern an der Spitze und das Material des Mantels. Prüflinge sollen außerdem wissen, was geschieht, wenn Bewuchs vor dem Wild steht. In Aufgaben zur Munitionswahl für Rehwild wird unter dem Gesichtspunkt der Wildbretverwertung häufig ein Teilmantel-Rundkopfgeschoss als passend angesehen. Auch Aufzählungen gängiger Büchsengeschosse kommen vor, in denen Teilmantel-Spitz und Teilmantel-Rundkopf neben Kegelspitz-, H-Mantel-, Vollmantel- und bleifreien Geschossen stehen.

Häufige Fragen zu „Teilmantelgeschoss“

Was ist der Unterschied zwischen Teilmantel- und Vollmantelgeschoss?

Beim Teilmantelgeschoss bleibt die Spitze offen, beim Vollmantelgeschoss ist der Bleikern ganz eingeschlossen. Das Teilmantelgeschoss pilzt auf und wirkt stark im Wild, das Vollmantelgeschoss verformt sich kaum und durchschlägt den Körper.

Woraus besteht der Mantel eines Teilmantelgeschosses?

Bei modernen Geschossen besteht der Mantel aus Flussstahl oder Tombak. Er umschließt den Bleikern bis auf die offene Spitze.

Was bedeuten TMS und TMR?

Beide Abkürzungen stehen für Teilmantelgeschosse. TMS bezeichnet die spitze, TMR die runde Kopfform.

„Teilmantelgeschoss“ kommt in 13 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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