Einschießen
Beim Einschießen wird die Zieleinrichtung einer Waffe mit Probeschüssen so eingestellt, dass Haltepunkt und Treffpunkt auf einer festgelegten Entfernung zusammenpassen.
Geschossen wird von fester Auflage, meist auf 100 m und mit genau der Munition, die auch auf der Jagd geführt wird. Nach jeder Schussgruppe wird das Absehen mit der Höhen- und Seitenverstellung nachgestellt, und zwar in die Richtung, in der die Treffer liegen. Auf den Verstelltürmen steht meist die Richtung, in die sich der Treffpunkt verschiebt; bei zu hohen Treffern dreht man also in Richtung tief. Je nach Einschießweise soll die Büchse auf 100 m Fleck oder etwa 4 cm hoch schießen.
Vom Einschießen unterscheidet man das Anschießen, bei dem nur kontrolliert wird, ob die Treffpunktlage noch stimmt. Kontrolliert wird vor der Jagdsaison, nach einem Sturz der Waffe, nach Arbeiten an Montage oder Zielfernrohr und bei jedem Munitionswechsel. Im Rahmen der befugten Jagdausübung dürfen Jäger ihre Jagdwaffen ohne besondere Erlaubnis auch im Revier ein- und anschießen (§ 13 Abs. 6 WaffG); dabei braucht es einen sicheren Kugelfang.