Höchstreichweite
Die Höchstreichweite ist die größte Entfernung, die ein Geschoss überhaupt fliegen kann; erreicht wird sie bei einem Abgangswinkel um 30 Grad.
Als Richtwerte gelten für Büchsengeschosse bis etwa 5.000 m, für Kurzwaffengeschosse wie 9 mm Luger oder .44 Magnum etwa 2.000 m und für Flintenlaufgeschosse wie für die .22 lfB etwa 1.500 m. Bei Schrot gilt die Faustregel: Schrotdurchmesser in Millimetern mal 100 ergibt die Reichweite in Metern, 3-mm-Schrot fliegt also rund 300 m weit.
Die Werte zeigen, wie weit hinter dem Ziel noch Gefahr besteht, und begründen die Regel, nur mit sicherem Kugelfang zu schießen. Abpraller können zusätzlich die Richtung ändern. Der Bereich bis zur Höchstreichweite heißt Gefährdungsbereich.
Verwandte Begriffe
GefährdungsbereichDer Gefährdungsbereich ist das Gelände in Schussrichtung, in dem ein Geschoss oder Schrot noch Menschen, Tiere oder Sachen treffen und verletzen kann.KugelfangKugelfang nennt man den Hintergrund hinter dem Ziel, der ein Büchsengeschoss nach dem Durchschlagen oder Verfehlen sicher auffängt.AußenballistikDie Außenballistik ist der Teil der Ballistik, der den Flug des Geschosses von der Mündung bis zum Ziel beschreibt.FlugbahnDie Flugbahn ist der Weg eines Geschosses von der Mündung bis zum Ziel, den die Schwerkraft zu einem nach unten gekrümmten Bogen formt.FlintenlaufgeschossEin Flintenlaufgeschoss ist ein einzelnes, schweres Geschoss, das statt einer Schrotladung aus dem glatten Lauf einer Flinte verschossen wird.KleinkaliberAls Kleinkaliber, kurz KK, bezeichnet man Waffen und Munition für schwache Randfeuerpatronen, vor allem im Kaliber .22 lfB.