Nach dem Schuss entscheidet das richtige Verhalten am Anschuss über eine erfolgreiche Nachsuche. Hier stehen die Begriffe zu Schusszeichen, Pirschzeichen und zur Arbeit am Anschuss.
Der Anschuss ist in der Jägersprache die Stelle, an der das Wild stand, als es beschossen wurde. Hier sucht der Jäger nach Pirschzeichen, und hier beginnt jede Nachsuche.
Ein Krellschuss ist ein Treffer, bei dem das Geschoss einen Dornfortsatz der Wirbelsäule streift, ohne das Rückenmark zu durchtrennen. Das Stück bricht vorübergehend gelähmt zusammen, wird aber oft nach kurzer Zeit wieder hoch und flüchtet.
Die Nachsuche ist die Suche nach krankgeschossenem Wild mit einem ausgebildeten Jagdhund, meist einem Schweißhund. Sie ist Pflicht des Jägers und soll das Leiden des Stückes schnell beenden.
Pirschzeichen sind die Spuren, die beschossenes Wild am Anschuss und auf seiner Fluchtfährte hinterlässt, etwa Schweiß, Haare, Knochensplitter oder Panseninhalt.
Schnitthaar sind Haare, die das Geschoss beim Treffer glatt vom Wildkörper abtrennt; am Anschuss gefunden, zeigen sie einen Treffer an und geben Hinweise auf den Sitz der Kugel.
Schusszeichen sind die Reaktionen, die Wild im Moment des Schusses zeigt – etwa Zeichnen, Kugelschlag oder beim Federwild das Himmeln; sie helfen, Treffer und Trefferlage einzuschätzen.
Die Schweißfährte ist die Fährte eines angeschossenen Stückes Wild, das auf seiner Flucht Schweiß (jägersprachlich für Blut) und andere Pirschzeichen hinterlässt; sie wird auch Wundfährte oder Rotfährte genannt.
Ein Streifschuss ist ein Treffer, bei dem das Geschoss das Stück nur tangential, also seitlich streifend, erfasst. Typisch sind viele Haare und Hautfetzen am Anschuss, Schweiß findet sich oft nur dort.
Das Wundbett ist in der Jägersprache die Stelle, an der sich ein krankgeschossenes Stück Wild während der Flucht niedergetan hat, also sein Liegeplatz nach dem Treffer.
Anschuss: Begriffe für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de