Waffenkunde

Flintenlaufgeschoss

auch: Slug, Brenneke Geschoss

Ein Flintenlaufgeschoss ist ein Einzelgeschoss, das statt einer Schrotladung aus dem glatten Flintenlauf verschossen wird. Mit ihm darf aus der Flinte auch Schalenwild erlegt werden.

Was ist ein „Flintenlaufgeschoss“?

Das Flintenlaufgeschoss, im Englischen Slug, ist keine Schrotladung, sondern ein einzelnes Geschoss für glatte Läufe. Es macht die Flinte schalenwildtauglich, etwa für Schwarzwild auf Drückjagden, bei denen nur Flinten geführt werden. In Deutschland ist das Brenneke-Geschoss am weitesten verbreitet: ein Geschoss mit Führungsrippen und angesetztem Filzpfropfen. Seltener ist das Foster-Geschoss mit hohlem Boden, das sich im Flug selbst stabilisiert. Beim Schuss ist auf Kaliber, Patronenlagerlänge und Choke zu achten.

Reichweite, Wirkung und Gefährdungsbereich

Flintenlaufgeschosse sind für kurze Distanzen gedacht. Übliche Empfehlungen begrenzen den Schuss auf etwa 35 Meter, höchstens aber 40 Meter. Der Gefährdungsbereich ist viel größer: Das Hintergelände kann bis rund 1500 Meter weit gefährdet sein. Bei schwerem Schalenwild haben diese Geschosse den Nachteil, dass sie wegen geringer Auftreffenergie oft keinen Ausschuss erzeugen. Ein Keiler darf gleichwohl mit einem Flintenlaufgeschoss erlegt werden. Aus einer Flinte mit Vollchoke darf es verschossen werden, weil es sich der Laufverengung anpasst.

Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift

Die Unfallverhütungsvorschrift Jagd verlangt, Flintenlaufgeschosse so mitzuführen, dass sie nicht mit Schrotpatronen verwechselt werden können. Auf Drückjagden dürfen Schützen mit Büchsen- oder Flintenlaufgeschossen nur dann in das Treiben hineinschießen, wenn der Jagdleiter es erlaubt hat und niemand gefährdet wird.

„Flintenlaufgeschoss“ in der Jägerprüfung

Rund 70 Prüfungsfragen berühren das Thema. Im Mittelpunkt stehen die zulässige Munition für Schalenwild aus der Flinte, die sinnvolle Schussentfernung, der weite Gefährdungsbereich und die geringe Tiefenwirkung bei starkem Wild. Aus dem Sicherheitsrecht kommen die getrennte Mitführung und das Schießen ins Treiben. Fehlerquellen sind eine zu große Schussentfernung und die Unterschätzung der Gefahr im Hintergelände.

Häufige Fragen zu „Flintenlaufgeschoss“

Darf man mit der Flinte auf Schalenwild schießen?

Ja, aber nur mit Flintenlaufgeschossen wie dem Brenneke-Geschoss. Schrot ist für Schalenwild nicht zulässig.

Wie weit darf man mit einem Flintenlaufgeschoss schießen?

Die Schussentfernung wird in der Regel auf etwa 35 Meter begrenzt, maximal 40 Meter. Das Geschoss fliegt aber sehr viel weiter und kann das Hintergelände bis etwa 1500 Meter gefährden.

„Flintenlaufgeschoss“ kommt in 70 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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