Pistolengriff
Der Pistolengriff ist der nach unten ausgeformte Griff am Kolbenhals einer Langwaffe hinter dem Abzugsbügel, den die Schusshand umfasst.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungEr bringt die Hand in eine natürliche, leicht gekippte Haltung, gibt dem Abzugsfinger einen gleichbleibenden Ansatz und hilft, den Kolben fest in die Schulter zu ziehen. Seine Form unterscheidet die Schäfte: Deutscher Jagdschaft und Monte-Carlo-Schaft haben einen ausgeprägten Pistolengriff, der bayerische Schaft einen geschwungenen, beim Lochschaft ist er durchbrochen. Der englische Schaft hat nie einen, sein Kolbenhals verläuft gerade. Bei Flinten sitzt die Sicherung meist oben auf dem Pistolengriff.
Bei Vorderschaftrepetierflinten ist es verboten, den Hinterschaft durch einen Pistolengriff zu ersetzen.
Verwandte Begriffe
SchaftDer Schaft ist der Teil einer Langwaffe, an dem der Schütze sie hält und anschlägt; er verbindet Lauf und System mit Schulter, Hand und Wange.KolbenDer Kolben, auch Hinterschaft genannt, ist der hintere Teil des Schafts einer Langwaffe, der beim Anschlag in der Schulter liegt und den Rückstoß aufnimmt.AbzugsbügelDer Abzugsbügel ist der Bügel aus Metall oder Kunststoff, der das Züngel einer Schusswaffe umschließt und vor unbeabsichtigtem Berühren schützt.VorderschaftrepetiererEin Vorderschaftrepetierer ist eine Repetierwaffe, bei der der Schütze durch Zurückziehen und Vorschieben des Vorderschafts nachlädt.SchiebesicherungDie Schiebesicherung ist eine Sicherung mit einem kleinen Schieber, den der Schütze mit dem Daumen zwischen gesichert und entsichert verschiebt.