Waffenkunde

Laufseele

auch: Laufbohrung, Bohrung, Seele des Laufs

Die Laufseele, auch Laufbohrung oder Bohrung genannt, ist der innere Kanal des Laufs zwischen Übergangskegel und Mündung, durch den das Geschoss fliegt.

Was ist die Laufseele?

Als Laufseele bezeichnet die Waffenkunde den eigentlichen Hohlraum im Inneren des Laufs. Sie ist der Abschnitt, der das Geschoss nach dem Zünden der Treibladung führt, während der Gasdruck es nach vorn treibt. Hinter ihr liegen Patronenlager und Übergangskegel, vor ihr endet der Lauf an der Mündung. Gleichbedeutend werden die Ausdrücke Bohrung und Laufbohrung gebraucht. Die gedachte Mittellinie, die der Länge nach durch diese Bohrung verläuft, heißt Seelenachse. Wie die Laufseele gestaltet ist, entscheidet darüber, ob eine Waffe Büchse oder Flinte ist.

Gezogene und glatte Laufseele

Beim Büchsenlauf trägt die Seele schraubenförmige Züge, also eingeschnittene Rillen, zwischen denen die Felder als erhabene Stege stehen bleiben. Sie versetzen das Geschoss in Drehung und stabilisieren so seine Flugbahn. Die Strecke, nach der eine volle Umdrehung erreicht ist, heißt Drallänge. Im Übergangskegel, der sich vom Patronenlager zur Laufseele hin verengt, greift das Geschoss in diese Züge ein. Der Flintenlauf dagegen hat eine glatte Seele ohne Züge und Felder; aus ihm werden Schrot und Flintenlaufgeschosse verschossen. Bei Flinten spricht man zudem von unterschiedlichen Laufbohrungen, womit die Verengung zur Mündung hin gemeint ist.

„Laufseele“ in der Jägerprüfung

Geprüft wird meist über die Synonyme Laufbohrung und Seelenachse. Wichtig ist, den Zweck von Zügen und Feldern zu kennen: Drall erzeugen und die Flugbahn stabilisieren. Außerdem kommt die Lage des Patronenlagers als hinterster Teil der Bohrung vor, ebenso die Frage, welche Flintenbohrung am engsten streut; das ist der Voll-Choke. Beim Revolver wird die freie Bohrung kontrolliert, indem man die Trommel ausschwenkt und von der Mündung her in den Lauf blickt, notfalls mit gespiegeltem Licht.

Häufige Fragen zu „Laufseele“

Was ist die Seelenachse?

Die Seelenachse ist eine gedachte Linie, die längs durch die Mitte der Laufbohrung verläuft. Sie ist ein Bezugsbegriff der Ballistik, kein sichtbares Bauteil.

Warum hat die Laufseele einer Büchse Züge und Felder?

Züge und Felder zwingen das Geschoss in eine Drehbewegung. Dieser Drall stabilisiert das Geschoss auf seiner Flugbahn.

Wie prüft man beim Revolver, ob die Bohrung frei ist?

Die Trommel wird ausgeschwenkt, anschließend schaut man von der Mündungsseite in den Lauf. Spiegelt man Licht hinein, lässt sich die Bohrung gut beurteilen.

„Laufseele“ kommt in 7 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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