Polygonlauf
Ein Polygonlauf ist ein Lauf mit Drall, dessen Innenquerschnitt statt Zügen und Feldern ein abgerundetes Vieleck bildet.
Die gerundeten Ecken des Vielecks winden sich schraubenförmig durch den Lauf und versetzen das Geschoss in Drehung wie herkömmliche Züge; der Drall entspricht dem eines Laufs mit Zügen und Feldern. Weil scharfe Kanten fehlen, wird das Geschoss weniger verformt, es dichtet den Lauf gut ab, und Rückstände lassen sich leichter entfernen.
Verbreitet ist der Polygonlauf vor allem bei Pistolen, seltener bei Büchsen. Gefertigt wird er meist durch Hämmern über einem Dorn, der das Profil vorgibt. Bei der Einteilung der Läufe zählt er nicht zu den Läufen mit Zügen und Feldern, obwohl er einen Drall hat.
Verwandte Begriffe
ZügeZüge sind die schraubenförmig in die Innenwand eines Büchsenlaufs eingeschnittenen Rillen, die dem Geschoss einen Drall geben.FelderFelder heißen im gezogenen Lauf die stehen gebliebenen Erhöhungen zwischen den spiralförmig eingeschnittenen Zügen.DrallAls Drall bezeichnet man die Drehung, die ein Geschoss im gezogenen Lauf durch Züge und Felder um seine Längsachse erhält.LaufseeleDie Laufseele ist der innere Kanal des Laufs zwischen Übergangskegel und Mündung, durch den Geschoss oder Schrotladung getrieben werden.BüchsenlaufEin Büchsenlauf ist ein gezogener Lauf, in dessen Innerem spiralförmige Züge und Felder das Geschoss in Drehung versetzen.