Zentralfeuerpatrone
Eine Zentralfeuerpatrone ist eine Patrone, deren Zündhütchen in der Mitte des Hülsenbodens sitzt, wo es der Schlagbolzen beim Schuss trifft.
Sie besteht aus vier Teilen: Hülse, Zündhütchen, Treibladung und Geschoss. Fast alle Jagdpatronen für Büchse, Flinte und Kurzwaffe sind so gebaut; nur die kleinen Randfeuerpatronen zünden anders. Weil die Hülse dickwandig sein kann, verträgt sie hohe Gasdrücke, und Geschosse mittlerer Büchsenkaliber erreichen 700 bis 1.000 m/s.
Das Zündhütchen arbeitet entweder nach dem Boxer- oder nach dem Berdanprinzip. Auf dem Hülsenboden stehen Herstellerzeichen und Patronenbezeichnung. Zentralfeuerhülsen lassen sich nach dem Schuss neu bestücken, Randfeuerhülsen nicht.
Verwandte Begriffe
RandfeuerpatroneEine Randfeuerpatrone hat kein Zündhütchen; ihr Zündsatz liegt im hohlen Rand des Hülsenbodens, den der Schlagbolzen beim Schuss zusammenquetscht.ZündhütchenDas Zündhütchen ist ein kleines Metallnäpfchen mit schlagempfindlichem Zündsatz in der Mitte des Hülsenbodens, das beim Schuss die Treibladung entzündet.BoxerzündungDie Boxerzündung ist eine Bauart des Zündhütchens, bei der der Amboss im Hütchen selbst sitzt und die Flamme durch ein einziges mittiges Zündloch ins Pulver schlägt.PatroneEine Patrone ist die ladefertige Einheit aus Hülse, Zündmittel, Treibladung und Geschoss oder Schrotladung, die als Ganzes in die Waffe geladen wird.BüchsenpatroneEine Büchsenpatrone ist die Munition für Waffen mit gezogenem Lauf; sie vereint Hülse, Zündhütchen, Treibladung und ein einzelnes Geschoss.HülsenbodenDer Hülsenboden ist das hintere, massive Ende der Patronenhülse, in dem das Zündhütchen sitzt und das sich beim Schuss gegen den Stoßboden des Verschlusses stützt.