Hohlspitzgeschoss
Ein Hohlspitzgeschoss hat an seiner Spitze eine Höhlung, die beim Auftreffen das Aufpilzen oder Zerlegen des Geschosses einleitet.
Dringt das Geschoss in den Wildkörper ein, füllt sich die Höhlung mit Gewebe und Flüssigkeit, und der Druck weitet die Spitze von innen auf. Hohlspitzen finden sich bei Teilmantelgeschossen und bei vielen bleifreien Geschossen aus Kupfer, deren Spitze dabei in Lappen aufreißt.
Damit die Spitze strömungsgünstig bleibt, ist die Höhlung oft verdeckt, etwa unter einer Kappe oder mit einer eingesetzten Kunststoffspitze; das H-Mantel-Geschoss gibt es zum Beispiel mit verdeckter Hohlspitze. Die Größe der Höhlung bestimmt mit, wie schnell und stark das Geschoss im Ziel reagiert.
Verwandte Begriffe
TeilmantelgeschossEin Teilmantelgeschoss ist ein Büchsengeschoss, dessen Mantel den Kern nicht ganz umschließt, sodass der Bleikern meist an der Spitze freiliegt.DeformationsgeschossEin Deformationsgeschoss ist ein Büchsengeschoss, das sich beim Auftreffen pilzförmig aufstaucht, dabei aber weitgehend zusammenbleibt.ZerlegungsgeschossEin Zerlegungsgeschoss ist ein Büchsengeschoss, das beim Auftreffen ganz oder teilweise in Splitter zerfällt und seine Energie dadurch früh im Wildkörper abgibt.Bleifreies GeschossEin bleifreies Geschoss ist ein Büchsen- oder Flintenlaufgeschoss ohne Blei, meist aus Kupfer oder einer Kupferlegierung wie Tombak oder Messing.Monolithisches GeschossEin monolithisches Geschoss besteht aus einem einzigen, durchgehenden Werkstoff, meist Kupfer oder einer Kupferlegierung, ohne getrennten Kern und Mantel.GeschossDas Geschoss ist der Teil der Patrone, der den Lauf verlässt und im Ziel wirkt; bei der Büchse ist es ein einzelnes Projektil, bei der Flinte sind es meist die Schrote.