Lexikon

Mündungsbremse

Waffenkunde

Eine Mündungsbremse ist ein Aufsatz oder eine Bohrung an der Laufmündung, die einen Teil der Pulvergase seitlich ableitet und so den Rückstoß mindert.

Mündung eines Büchsenlaufs mit aufgeschraubter Mündungsbremse und seitlichen GasaustrittsöffnungenMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Mündungsbremse · KI-generierte Illustration

Nach dem Austritt des Geschosses treffen die Gase auf Prallflächen und strömen durch seitliche Öffnungen schräg nach hinten ab. Dabei drücken sie die Waffe nach vorn und heben einen Teil des Rückstoßes auf. Genutzt wird das vor allem bei starken Kalibern und leichten Büchsen.

Der Nachteil ist der Knall: Er wird nicht leiser, sondern für den Schützen, Nebenleute und Hunde deutlich lauter und schärfer, weil die Gase zur Seite und nach hinten gelenkt werden. Am Boden wirbelt der Gasstrahl zudem Staub und Schnee auf.

Ein Kompensator arbeitet ähnlich, leitet die Gase aber nach oben und mindert vor allem das Hochschlagen der Mündung. Auch ein Schalldämpfer verringert den Rückstoß, dämpft dabei aber den Knall.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion