Waffenkunde

Kimme

auch: Visier

Die Kimme ist das hintere Element der offenen Visierung: eine Kerbe oder ein Schlitz am Lauf oder Verschluss, in den der Schütze beim Zielen das Korn einpasst.

Was ist die „Kimme“?

Eine offene Visierung besteht aus zwei Teilen ohne Linsen: hinten die Kimme, vorn an der Mündung das Korn. Die Kimme ist ein Einschnitt, meist V-förmig, durch den das Auge auf das Korn und weiter auf das Ziel blickt. Zum Zielen müssen Auge, Kimme, Korn und Ziel auf einer Linie liegen. Richtig ist das Bild, wenn das Korn mittig und bündig mit der Oberkante in der Kimme sitzt und links wie rechts ein gleich breiter Lichtspalt bleibt. In Prüfungsfragen wird die Kimme gelegentlich auch schlicht als Visier bezeichnet.

Bauformen der Kimme

Die Standardform ist die offene Kimme mit V-Einschnitt. Sehr genaues, aber langsameres Zielen erlaubt die Lochkimme, auch Diopter genannt, bei der man durch ein Loch in einer Scheibe blickt. Für schnelle Schüsse gibt es die Expresskimme, ein breites V mit weißem Dreieck. Für die Dämmerung werden Kimme oder Korn mit Leuchtpunkten aus Tritium oder Fiber ausgestattet. Bei manchen Drillingen ist die Kimme klappbar: Steht sie aufgerichtet, ist der vordere Abzug auf den Kugellauf geschaltet.

Kimme, Korn und Treffpunktlage

Steht das Korn zu hoch in der Kimme, schießt man hoch; steht es zu tief, liegt der Schuss tief. Ungleiches Licht links und rechts führt zu seitlicher Abweichung. Wird die Waffe nach rechts verkantet, sitzt der Treffer rechts tief. Beim Einschießen gilt: Verstellt man die Kimme, wandert der Treffpunkt in dieselbe Richtung; verstellt man das Korn, bewegt er sich in die Gegenrichtung. Im Revier kommt das Zielen über Kimme und Korn vor allem bei Nachsuche, Drückjagd, Fangschuss auf kurze Distanz und mit der Kurzwaffe zum Einsatz.

„Kimme“ in der Jägerprüfung

Abgefragt werden die Definition der offenen Visierung, das richtige Zielbild und die Auswirkungen von Verkanten oder falscher Kornstellung. Häufig geht es auch um den Vergleich mit dem Zielfernrohr: Über Kimme und Korn behält man zwar gut den Überblick über Schussfeld und Umgebung, doch Ziel- und Anschlagfehler wirken sich deutlich stärker aus. Das Zielfernrohr bildet Absehen und Ziel gleich scharf ab, sodass das Auge nur eine Entfernung scharfstellen muss.

Häufige Fragen zu „Kimme“

Wo sitzt die Kimme an der Waffe?

Hinten, am Lauf oder im Bereich des Verschlusses, also auf der Seite des Schützen. Das Korn sitzt dagegen vorn an der Mündung.

Was passiert, wenn das Korn zu hoch in der Kimme steht?

Der Schuss liegt zu hoch. Umgekehrt führt ein zu tief stehendes Korn zu einem Tiefschuss.

Welche Kimme eignet sich für schnelle Schüsse?

Die Expresskimme mit breitem V und weißem Dreieck. Sie lässt das Korn schneller finden, etwa auf Drückjagden oder bei der Nachsuche.

„Kimme“ kommt in 9 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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