Lexikon

Boxerzündung

Waffenkunde

Die Boxerzündung ist eine Bauart des Zündhütchens, bei der der Amboss im Hütchen selbst sitzt und die Flamme durch ein einziges mittiges Zündloch ins Pulver schlägt.

Beim Gegenstück, der Berdanzündung, ist der Amboss als kleiner Zapfen Teil der Hülse, und die Zündflamme tritt meist durch zwei seitliche Zündlöcher. Bei Jagdmunition ist die Boxerzündung heute weit verbreitet, Berdanzündhütchen kommen aber ebenfalls vor. Benannt sind beide Bauarten nach ihren Erfindern, dem Briten Edward Boxer und dem Amerikaner Hiram Berdan.

Der Vorteil zeigt sich beim Wiederladen: Durch das mittige Zündloch lässt sich das verbrauchte Zündhütchen mit einem Stift von innen herausdrücken und ersetzen. Wer privat wiederladen will, braucht eine Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion