Zwischenmittel
Das Zwischenmittel ist der Pfropfen oder Kunststoffbecher in einer Schrotpatrone, der die Treibladung von der Schrotladung trennt.
Es dichtet nach hinten gegen die Pulvergase ab und schiebt, vom Gasdruck getrieben, die Schrote wie ein Kolben gleichmäßig vor sich her. Früher bestand es aus Filz, Kork oder Pappe, heute meist aus Kunststoff. Ein Schrotbecher umschließt die Schrote zusätzlich und schützt sie und den Lauf vor Abrieb und Verformung; bei Stahlschrot bewahrt er vor allem den Lauf vor den harten Körnern.
Nach dem Schuss fliegt das Zwischenmittel ein Stück weit mit und bleibt im Gelände liegen. Kunststoffbecher zerfallen dort kaum, Filz- und Fasermittel verrotten. In der Büchsenpatrone gibt es kein Zwischenmittel.
Verwandte Begriffe
SchrotpatroneEine Schrotpatrone ist die Munition der Flinte; ihre Hülse enthält Treibladung, Zwischenmittel und eine Ladung vieler kleiner Kugeln, der Schrote.SchrotvorlageDie Schrotvorlage ist die Gesamtmenge an Schrot in einer Schrotpatrone, angegeben als Gewicht in Gramm.TreibladungDie Treibladung ist das Pulver in einer Patrone, das beim Zünden rasch zu Gas verbrennt und mit dessen Druck das Geschoss oder die Schrote durch den Lauf treibt.WeicheisenschrotWeicheisenschrot, meist Stahlschrot genannt, ist ein bleifreies Schrot aus weichem Eisen, das vor allem an und über Gewässern verwendet wird.FlintenlaufEin Flintenlauf ist ein Lauf mit glatter Laufseele ohne Züge und Felder, aus dem Schrot und Flintenlaufgeschosse verschossen werden.