Randlose Patrone
Eine randlose Patrone hat am Hülsenboden keinen vorstehenden Rand, sondern eine eingedrehte Ausziehrille, in die der Auszieher greift.
Weil der Boden nicht übersteht, lassen sich solche Patronen gut übereinander in einem Magazin lagern und zuführen. Sie sind deshalb die übliche Form für Repetierbüchsen und Selbstlader. Bei Flaschenhalshülsen bestimmt im Patronenlager die Schulter die Lage der Patrone, nicht ein Rand.
Bezeichnungen ohne R stehen meist für randlose Patronen, etwa 7 × 64, 8 × 57 IS, 9,3 × 62 oder .308 Winchester. Zu vielen gibt es eine Schwesterpatrone mit Rand für Kipplaufwaffen, etwa die 7 × 57 R zur 7 × 57. Bei Kurzwaffen haben Pistolenpatronen in der Regel eine Rille, Revolverpatronen einen Rand.
Verwandte Begriffe
RandpatroneEine Randpatrone hat am Hülsenboden einen vorstehenden Rand, an dem der Auszieher angreift; ihre Bezeichnung trägt ein R, etwa 7 × 57 R.GürtelpatroneEine Gürtelpatrone hat kurz vor dem Hülsenboden einen umlaufenden, verstärkten Wulst, den Gürtel, an dem sich die Hülse im Patronenlager abstützt.RepetierbüchseEine Repetierbüchse ist eine Büchse mit Magazin, bei der der Schütze nach jedem Schuss über den Verschluss von Hand eine neue Patrone ins Lager bringt.MagazinDas Magazin ist der Patronenvorrat einer Mehrladewaffe, aus dem nach jedem Schuss eine neue Patrone ins Patronenlager gelangt.AuszieherDer Auszieher ist ein Bauteil am Verschluss oder am Laufbündel, das die Hülse am Boden erfasst und beim Öffnen ein Stück aus dem Patronenlager zieht.PatronenhülseDie Patronenhülse ist der Behälter einer Patrone, der Zündhütchen, Treibladung und Geschoss aufnimmt und zu einer Einheit verbindet.