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Lexikon
Waffenkunde·Hohe Prüfungsrelevanz

Doppelbüchse

Jagdwaffe mit zwei gezogenen Läufen für zwei schnelle Kugelschüsse.

Die Doppelbüchse ist eine klassische Jagdwaffe mit zwei gezogenen Läufen. Ihr großer Vorteil liegt in der Möglichkeit, ohne Repetiervorgang unmittelbar einen zweiten Kugelschuss abzugeben, weshalb sie traditionell für starkes oder gefährliches Wild geschätzt wurde.

Bauart

Eine Doppelbüchse besitzt zwei Läufe mit Zügen und Feldern und verschießt zwei Kugelpatronen. Die Läufe liegen meist nebeneinander, seltener übereinander, und werden in der Regel über Kipplauftechnik geladen. Beide Läufe sind auf eine bestimmte Schussentfernung zueinander reguliert.

Vor- und Nachteile

Vorteile sind die schnelle Schussfolge ohne Repetieren, gute Führigkeit und hohe mechanische Zuverlässigkeit. Nachteile sind meist höheres Gewicht, geringere Magazinkapazität und die Notwendigkeit einer sauberen Laufregulierung. Für den Prüfungskontext ist vor allem die klare Abgrenzung zu Repetierer und Drilling wichtig.

Abgrenzung zu anderen Waffen

Die Doppelbüchse hat zwei Büchsenläufe und keine Flintenläufe. Ein Drilling besitzt dagegen meist zwei Flintenläufe und einen Büchsenlauf. Genau diese Unterscheidung gehört zu den häufig abgefragten Grundbegriffen der Waffenkunde.

Häufige Verwechslung

Die Doppelbüchse hat zwei gezogene Läufe; ein Drilling ist eine kombinierte Waffe mit Flinten- und Büchsenlauf.