Laufschiene
Die Laufschiene ist die schmale Schiene oben auf dem Lauf oder zwischen den Läufen, die bei Flinten das Korn trägt und dem Auge die Zielrichtung vorgibt.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungEine Flinte hat in der Regel keine Kimme. Der Schütze blickt über die Schiene auf das Korn an ihrem vorderen Ende, sein Auge ersetzt dabei die Kimme. Bei der Querflinte liegt die Schiene in der Rinne zwischen beiden Läufen, bei der Bockflinte auf dem oberen Lauf. Ventilierte Schienen stehen auf kleinen Stegen; die Luft darunter mindert das Flimmern über dem heißen Lauf.
An kombinierten Waffen trägt die Laufschiene oft auch Kimme und Zielfernrohrmontage. Ihre nach hinten verlängerte Linie dient außerdem als Bezug für die Schaftmaße Senkung und Schränkung.
Verwandte Begriffe
KornDas Korn ist der vordere Teil der offenen Visierung, ein kleiner Punkt oder Balken nahe der Mündung, den der Schütze beim Zielen in die Kimme einpasst.Offene VisierungAls offene Visierung bezeichnet man die einfachste Zieleinrichtung einer Waffe, bestehend aus Kimme und Korn und ohne Linsen.QuerflinteEine Querflinte ist eine Flinte mit zwei glatten Läufen, die waagerecht nebeneinander liegen.BockflinteEine Bockflinte ist eine Kipplaufflinte mit zwei glatten Läufen, die senkrecht übereinander liegen, also aufgebockt sind.SenkungDie Senkung ist das Schaftmaß, das angibt, wie weit der Schaftrücken unter der nach hinten verlängerten Laufschiene liegt.SchränkungAls Schränkung bezeichnet man die seitliche Ausbiegung des Hinterschafts aus der Längsachse der Waffe, mit der der Schaft dem Auge des Schützen angepasst wird.