Reizstoffwaffe
Eine Reizstoffwaffe ist eine Schusswaffe, die Kartuschen mit Reizstoff verschießt, der beim Schuss als reizende Wolke austritt.
Umgangssprachlich heißen solche Waffen Gaspistole oder Gasrevolver. Meist sind es Schreckschusswaffen, die zugleich für Reizstoffkartuschen zugelassen sind, etwa mit Pfeffer- oder CS-Wirkstoff. Die Wolke reicht nur wenige Meter weit, hängt stark vom Wind ab und kann auch den Schützen selbst treffen.
Rechtlich werden sie wie Schreckschusswaffen behandelt. Mit dem Zulassungszeichen PTB im Kreis dürfen Erwachsene sie ohne Waffenbesitzkarte erwerben und besitzen; wer sie außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume und des eigenen befriedeten Besitztums zugriffsbereit bei sich trägt, braucht den Kleinen Waffenschein. Zum Schießen außerhalb von Schießstätten braucht man grundsätzlich eine Erlaubnis; ohne sie zulässig ist es vor allem im befriedeten Besitztum durch den Hausrechtsinhaber oder mit seiner Zustimmung.
Reizstoffsprühgeräte wie Pfeffersprays sind dagegen keine Schusswaffen.