Gürtelpatrone
Eine Gürtelpatrone hat kurz vor dem Hülsenboden einen umlaufenden, verstärkten Wulst, den Gürtel, an dem sich die Hülse im Patronenlager abstützt.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungHinter dem Gürtel liegt wie bei randlosen Patronen eine Ausziehrille. Der Gürtel bestimmt, wie tief die Patrone ins Patronenlager eintritt, und damit den Verschlussabstand. Verbreitet ist die Bauform bei vielen Magnumpatronen mit hohem Gasdruck, etwa bei der .300 Winchester Magnum; verschossen werden sie vor allem aus Repetierbüchsen.
Gürtel und Magnum gehören aber nicht zwingend zusammen: Es gibt starke Magnumpatronen ohne Gürtel, und der Gürtel allein sagt nichts über die Leistung einer Patrone.
Verwandte Begriffe
MagnumAls Magnum bezeichnet man eine Patrone, die in ihrer Kaliberklasse besonders stark geladen ist, etwa die .300 Winchester Magnum oder die .357 Magnum.Randlose PatroneEine randlose Patrone hat am Hülsenboden keinen vorstehenden Rand, sondern eine eingedrehte Ausziehrille, in die der Auszieher greift.RandpatroneEine Randpatrone hat am Hülsenboden einen vorstehenden Rand, an dem der Auszieher angreift; ihre Bezeichnung trägt ein R, etwa 7 × 57 R.PatronenhülseDie Patronenhülse ist der Behälter einer Patrone, der Zündhütchen, Treibladung und Geschoss aufnimmt und zu einer Einheit verbindet.PatronenlagerDas Patronenlager ist der hinterste Abschnitt des Laufs, in dem die Patrone vor dem Schuss liegt und gezündet wird.