Waffenkunde
Gewehrriemen
auch: Trageriemen
Der Gewehrriemen, auch Trageriemen, ist ein Riemen aus Leder, Neopren oder Nylon, mit dem eine Langwaffe über der Schulter oder auf dem Rücken getragen wird. Er ist an Riemenbügeln am Vorderschaft und am Kolben befestigt.
Was ist ein „Gewehrriemen“?
Der Gewehrriemen gehört zum Zubehör einer Jagdwaffe, also zu den Teilen, die nicht zur Funktion der Waffe selbst gehören, aber die Jagdausübung erleichtern und die Sicherheit erhöhen. Er erlaubt, Büchse oder Flinte bequem über der Schulter zu tragen, sodass die Hände frei bleiben. Befestigt wird er an zwei Riemenbügeln: einem am Vorderschaft, der die Führungshand aufnimmt, und einem am Kolben, der beim Schuss an der Schulter anliegt. Als Materialien sind Leder, Neopren und Nylon verbreitet.
Sicher tragen beim Besteigen des Hochsitzes
Besonders wichtig wird der Riemen, wenn der Jäger beide Hände braucht, etwa beim Besteigen eines Hochsitzes oder einer Kanzel. Die Waffe wird dafür zuerst entladen und dann mit umgehängtem Riemen auf dem Rücken getragen. So kann sich der Jäger mit beiden Händen an der Leiter festhalten, und ein ungewollter Schuss ist ausgeschlossen, falls er abrutscht oder die Waffe irgendwo hängen bleibt. Nach demselben Grundsatz wird eine Waffe auch vor dem Überwinden eines Zaunes entladen.
Einordnung beim Waffenzubehör
Zum jagdlichen Zubehör zählen neben dem Gewehrriemen unter anderem Reinigungszubehör und der Schalldämpfer. Der Schalldämpfer steht waffenrechtlich der Waffe gleich, für die er bestimmt ist, und dient vor allem dem Gehörschutz. Beim Riemen geht es dagegen allein um die Handhabung: Er hält die Waffe beim Gehen, Pirschen und Klettern sicher am Körper.
„Gewehrriemen“ in der Jägerprüfung
Im Fragenbestand kommt der Gewehrriemen im Zusammenhang mit der sicheren Waffenhandhabung vor: Gefragt wird, wie die Waffe beim Aufstieg auf einen Hochsitz oder eine Kanzel getragen werden muss. Die richtige Antwort verbindet zwei Punkte, nämlich entladen und am Riemen auf dem Rücken. Wer nur einen der beiden nennt, antwortet unvollständig.
Häufige Fragen zu „Gewehrriemen“
Wo wird ein Gewehrriemen befestigt?
An zwei Riemenbügeln, von denen einer am Vorderschaft und einer am Kolben sitzt.
Wie trägt man die Waffe beim Besteigen eines Hochsitzes?
Entladen und mit dem Gewehrriemen umgehängt auf dem Rücken. So hat der Jäger beide Hände für die Leiter frei.
„Gewehrriemen“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor
So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Waffenkunde und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.
Kostenlos Prüfungsfragen übenVerwandte Begriffe
- VorderschaftDer Vorderschaft ist der vordere Teil des Gewehrschafts unter dem Lauf. Er dient der führenden Hand als Auflage und schützt sie vor dem heißen Lauf.
- KolbenDer Kolben, auch Hinterschaft genannt, ist der hintere Teil des Schafts einer Langwaffe, der beim Anschlag an der Schulter liegt und den Rückstoß aufnimmt.
- SchaftDer Schaft ist der Teil der Langwaffe, den der Schütze hält und anschlägt; er besteht aus Kolben, Schafthals und Vorderschaft und nimmt den Rückstoß auf.
- HochsitzEin Hochsitz ist eine erhöhte Ansitzeinrichtung, etwa als Leitersitz, Kanzel oder niedrige Bockleiter, von der aus der Jäger Wild beobachtet, anspricht und mit sicherem Kugelfang beschießt.
- KanzelEine Kanzel ist ein geschlossener Hochsitz: eine Kabine auf Pfählen oder einer Plattform, die den Jäger beim Ansitz vor Wind und Wetter schützt.
- AnsitzleiterEine Ansitzleiter, auch Leitersitz genannt, ist eine einfache jagdliche Einrichtung aus Leiter und Sitzbrett, die an einen Baum gelehnt oder freistehend aufgestellt wird und dem Jäger einen erhöhten, offenen Sitzplatz bietet.
Weitere Begriffe aus Waffenkunde
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