Gasdruck
Der Gasdruck ist der Druck, den die Pulvergase beim Abbrennen der Treibladung in Patronenlager und Lauf aufbauen und mit dem sie das Geschoss antreiben.
Er steigt nach der Zündung sehr schnell an und erreicht seinen Höchstwert im Bereich des Patronenlagers; deshalb ist der Lauf dort am dicksten. Zur Mündung hin fällt er ab. Bei Büchsenpatronen liegt der höchste zulässige Gebrauchsgasdruck meist zwischen rund 3.000 und gut 4.000 bar, Schrotpatronen arbeiten mit deutlich weniger.
Gefährlicher Überdruck entsteht, wenn Patrone und Lauf nicht zusammenpassen, etwa bei einer 8 × 57 IS in einem Lauf für die 8 × 57 I oder bei einer 12/76 in einem 70-mm-Patronenlager, aber auch durch Schnee, Erde oder einen Ölpfropfen im Lauf. Feuerwaffen werden deshalb amtlich mit Beschussmunition geprüft, deren Druck über dem Gebrauchsgasdruck liegt. Gasdrucklader nutzen einen Teil des Drucks zum Nachladen.