Bergstutzen
Ein Bergstutzen ist eine Kipplaufwaffe mit zwei übereinanderliegenden Kugelläufen unterschiedlichen Kalibers, einem großen und einem kleinen.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDas große Kaliber dient für Schalenwild wie die Gams, das kleine für kleineres Wild wie den Fuchs; die Waffe muss dafür nicht gewechselt werden. Typisch ist der Bergstutzen für die Jagd im Gebirge.
Weil ihm ein Schrotlauf fehlt, zählt er nicht zu den kombinierten Waffen, sondern zu den mehrläufigen Büchsen. Von der Doppelbüchse unterscheidet er sich durch die verschiedenen Kaliber. Ein Stutzen im engeren Sinn ist dagegen eine kurze, meist ganz geschäftete Büchse.
Eine Bockbüchsflinte mit kleinkalibrigem Einstecklauf im Schrotlauf lässt sich ähnlich nutzen.
Verwandte Begriffe
DoppelbüchseEine Doppelbüchse ist eine Kipplaufwaffe mit zwei nebeneinanderliegenden gezogenen Läufen gleichen Kalibers.KipplaufbüchseEine Kipplaufbüchse ist eine einläufige Büchse, deren Lauf zum Laden und Entladen nach unten abgekippt wird und die nur einen Schuss fasst.Kombinierte WaffeEine kombinierte Waffe ist eine Langwaffe mit mindestens einem gezogenen Büchsenlauf und mindestens einem glatten Flintenlauf.GamswildGamswild ist die jagdliche Bezeichnung für die Gämse, einen ziegenartigen Hornträger der Gebirge, bei dem Bock und Geiß Krucken tragen.EinstecklaufEin Einstecklauf ist ein Lauf ohne eigenen Verschluss, der in den Lauf einer Waffe größeren Kalibers eingesetzt wird, um daraus kleinere Patronen zu verschießen.BüchseEine Büchse ist eine Langwaffe mit gezogenem Lauf, aus der Einzelgeschosse verschossen werden, die der Jäger Kugeln nennt.