Waffenkunde

Choke

auch: Würgebohrung, Chokebohrung, Flintenchoke

Der Choke, deutsch Würgebohrung, ist eine Verengung des Flintenlaufs an der Mündung, mit der die Streuung und Deckung der Schrotgarbe gesteuert wird.

Was bedeutet „Choke“?

Im Deutschen heißt der Choke Würgebohrung. Gemeint ist eine gezielte Verengung des glatten Flintenlaufs im letzten Stück vor der Mündung. Sie drückt die Schrote beim Austritt enger zusammen. Dadurch bleibt die Garbe länger dicht, verteilt sich gleichmäßiger und wirkt auf größere Entfernung. Ohne Verengung – bei der Zylinderbohrung – öffnet sich die Garbe am schnellsten. Büchsenläufe haben keinen Choke; dort stabilisiert der Drall das Einzelgeschoss.

Chokestufen und ihre Richtwerte

Übliche Abstufungen reichen von der Zylinderbohrung ohne Verengung über den Viertelchoke mit etwa 0,25 mm und den Halbchoke mit etwa 0,5 mm bis zum Vollchoke mit rund 1,0 mm. Dazwischen liegt noch der Dreiviertelchoke. Diese Zahlen gelten als typische Orientierung, nicht als herstellerübergreifende Norm. Je enger die Bohrung, desto dichter die Garbe und desto weiter die nutzbare Entfernung. Der Viertelchoke passt zu kurzen Distanzen wie auf Waldschneisen, der Halbchoke gilt als Allroundlösung. Wechselchokes sind einschraubbare Einsätze, mit denen sich die Verengung an die Jagdsituation anpassen lässt. Bei Doppelflinten hat meist der linke Lauf, bei Bockflinten meist der obere die engere Bohrung.

Choke, Stahlschrot und Flintenlaufgeschoss

Seit 2023 darf Bleischrot EU-weit weder in Feuchtgebieten noch im 100-Meter-Gürtel um sie herum verschossen werden. Wer auf Stahlschrot umsteigt, muss prüfen, ob Waffe, Beschuss und Choke dazu passen. Besonders Vollchoke kann mit Stahlschrot problematisch sein; Hochleistungsstahlschrot verlangt einen Stahlschrotbeschuss, erkennbar an der Lilie, sowie die Freigabe des Herstellers. Flintenlaufgeschosse dürfen dagegen auch aus einem Vollchoke verschossen werden, weil sie sich der Verengung anpassen, ohne den Lauf zu schädigen.

„Choke“ in der Jägerprüfung

Mit knapp 40 unterschiedlichen Fragen gehört der Choke zu den häufig geprüften Waffenbegriffen. Abgefragt werden vor allem die Lage an der Laufmündung, der Zweck – Beeinflussung der Garbenstreuung – und die Frage, welche Bohrung die dichteste Deckung liefert, nämlich der Vollchoke. Außerdem soll man wissen, welcher Lauf einer Doppel- oder Bockflinte in der Regel enger gebohrt ist. Ein Fehler wäre, den Choke im Patronenlager zu vermuten.

Häufige Fragen zu „Choke“

Wo sitzt der Choke bei einer Flinte?

Am vorderen Ende des Laufes, also nahe der Mündung. Dort wird der Laufdurchmesser leicht verengt.

Welcher Choke hat die engste Streuung?

Der Vollchoke mit der stärksten Verengung. Er liefert die dichteste Garbe und die größte Reichweite, während die Zylinderbohrung am weitesten streut.

Kann man mit jedem Choke Stahlschrot schießen?

Nicht pauschal. Bei Vollchoke kann Stahlschrot Probleme bereiten; maßgeblich sind Herstellerangaben und Beschusszeichen, bei Hochleistungsstahlschrot der Stahlschrotbeschuss mit Lilie.

„Choke“ kommt in 38 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Waffenkunde und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Waffenkunde

DirektabzugBüchsenpatroneDoppelabzugBüchsenlaufDrallBüchseDrehkammerverschlussBockflinteAlle Begriffe aus Waffenkunde

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Choke: Bedeutung & Erklärung für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de