Waffenkunde

Zielfernrohr

auch: ZF

Ein Zielfernrohr (ZF) ist eine auf der Büchse montierte Optik, die Vergrößerung und Zieleinrichtung in einem Gerät vereint und präzise Schüsse auf mittlere bis weite Entfernungen ermöglicht.

Was ist ein Zielfernrohr?

Für die Büchsenjagd ist das Zielfernrohr das wichtigste Zubehör. Es vergrößert das Bild und blendet zugleich ein Absehen ein, das den Haltepunkt markiert. Neben Fernglas und offener Visierung gehört es zu den drei optischen Hilfsmitteln des Jägers. Jedes erfüllt eine eigene Aufgabe: Das Fernglas dient dem Beobachten und Ansprechen, das Zielfernrohr dem genauen Zielen, die offene Visierung kurzen Entfernungen etwa auf der Drückjagd. Eine gute Dämmerungsleistung der Optik beeinflusst, wie lange Büchsenlicht herrscht, also genug Helligkeit für sicheres Ansprechen und Schießen.

Aufbau und Einstellung

Vom Auge des Schützen aus gesehen folgen Okular, Sehschärfeneinstellung, Umkehrsystem, Absehenverstellung und Objektiv. Linsen sind vergütet, also mit einer dünnen Metallschicht versehen, die die Abbildung verbessert. Ein Leuchtpunkt im Absehen erleichtert die Orientierung bei der Nachtjagd oder auf Drückjagden. Mit der Höhen- und Seitenverstellung wird das Absehen auf die Treffpunktlage des Laufes abgestimmt; sitzt der Schuss beim Anschießen zu hoch, wird der Zielstachel nach oben verstellt. Wer eine variable Optik führt, muss die Bildebene seines Absehens kennen und wissen, für welche Vergrößerungsstufe die Haltemarken gelten. Beim Vergleich mehrerer Modelle nennt der Fragenbestand das 1,5–6×42 als Glas mit dem größten Sehfeld.

Sicherer Umgang

Ansprechen durch das Zielfernrohr ist tabu, denn es bedeutet, die Waffe auf ein noch nicht sicher angesprochenes Ziel zu richten. Deshalb gilt: erst Fernglas, dann Zielfernrohr. Beim Zielen durch das Glas darf außerdem ein Hindernis in Höhe des Laufes nicht übersehen werden. Nach Montage, Sturz, starkem Stoß, Munitionswechsel oder Verstellen muss die Treffpunktlage mit der jagdlich verwendeten Laborierung überprüft werden. Verändert sie sich unerwartet, kommen etwa eine defekte Montage oder Laufverschmierung in Betracht.

„Zielfernrohr“ in der Jägerprüfung

Mit über hundert Fragen gehört das Zielfernrohr zu den großen Themen der Waffenkunde. Verlangt werden die Reihenfolge der Bauteile, die Bedeutung von Vergütung und Leuchtpunkt, die Richtung, in die der Zielstachel beim Anschießen korrigiert wird, und das Verhalten nach einem Sturz der Waffe. Hinzu kommen Ursachen einer veränderten Treffpunktlage. Ein häufiger Irrtum ist, dass Einschießen nur einen Treffer auf 100 Meter bedeute; gefordert ist eine wiederholbare Treffpunktlage mit der Jagdmunition.

Häufige Fragen zu „Zielfernrohr“

Darf man durch das Zielfernrohr ansprechen?

Nein. Wer durch das Zielfernrohr beobachtet, richtet die Waffe auf das Wild. Angesprochen wird mit dem Fernglas, erst danach kommt die Büchse in Anschlag.

Muss nach einem Sturz der Waffe neu eingeschossen werden?

Ja, zumindest ist ein Probeschießen nötig. Durch den Aufschlag kann sich die Treffpunktlage verschoben haben, etwa durch eine beschädigte Montage.

Welches Zielfernrohr hat das größte Sehfeld?

Unter den in der Prüfung verglichenen Modellen ist es das 1,5–6×42, also das Glas mit der niedrigsten Anfangsvergrößerung.

„Zielfernrohr“ kommt in 104 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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