Waffenkunde

Flintenlauf

auch: Glatter Lauf

Ein Flintenlauf ist ein Lauf mit glatter Laufseele ohne Züge und Felder. Aus ihm werden Schrotladungen und Flintenlaufgeschosse verschossen.

Was ist ein „Flintenlauf“?

Im Lauf wird die Treibladung gezündet, und der entstehende Gasdruck treibt das Geschoss nach vorn; er entscheidet damit, ob eine Waffe Kugel oder Schrot verschießt. Beim Flintenlauf ist die Innenseite, die Laufseele, glatt. Er unterscheidet sich damit grundlegend vom gezogenen Büchsenlauf, der ein Einzelgeschoss über den Drall stabilisiert. Aus dem glatten Lauf tritt eine Schrotgarbe oder ein Flintenlaufgeschoss aus. Waffen, die mindestens einen Büchsen- und einen Flintenlauf haben, nennt man kombinierte Waffen, etwa die Bockbüchsflinte.

Aufbau und Würgebohrung

Wie jeder Lauf gliedert sich der Flintenlauf in Patronenlager, Übergangskegel, Laufseele und Mündung. Das Patronenlager muss zu Kaliber und Hülsenlänge passen. Kurz vor der Mündung kann der Lauf eine Verengung besitzen, die Würgebohrung oder den Choke. Sie verändert, wie stark die Schrotgarbe streut. Ein Lauf ganz ohne Mündungsverengung heißt Zylinderbohrung. Ein Skeetchoke lässt die Garbe weit aufgehen und eignet sich für nahe Schüsse. Flintenlaufgeschosse dürfen sogar aus einem Lauf mit Vollchoke verschossen werden, weil sie sich der Verengung anpassen, ohne den Lauf zu beschädigen.

Laufsicherheit im Jagdbetrieb

Bevor der Jäger schießt, vergewissert er sich, dass nichts im Lauf steckt. Ein Ölpfropfen, Erde oder Schnee in der Mündung kann den Lauf gefährlich beschädigen. Stellt der Jäger während der Jagd eine starke Verschmutzung fest, gibt er keinen Schuss mehr ab und reinigt die Waffe später. Ebenso wichtig ist die passende Munition: Eine Patrone 12/76 gehört nicht in ein Lager für 12/70. Die längere Hülse faltet sich beim Schuss in den Übergangskegel auf, der Gasdruck steigt, und im schlimmsten Fall platzt der Lauf. Besondere Vorsicht gilt bei Magnum- und Stahlschrotladungen.

„Flintenlauf“ in der Jägerprüfung

Prüfungsfragen drehen sich um die Wirkung von Choke, Skeetchoke und Zylinderbohrung, um die Frage, ob Flintenlaufgeschosse durch einen Vollchoke passen, und um das Verhalten bei verschmutztem Lauf. Bei der Bockbüchsflinte wird gefragt, welcher Abzug welches Schloss auslöst: Der hintere Abzug gehört zum Flintenlauf. Häufiger Fehler ist die Annahme, eine etwas längere Patrone sei im kürzeren Lager unbedenklich.

Häufige Fragen zu „Flintenlauf“

Was ist eine Zylinderbohrung?

So nennt man einen Flintenlauf, der an der Mündung nicht verengt ist. Die Schrotgarbe wird dann nicht durch einen Choke zusammengehalten.

Darf man 12/76-Patronen aus einem 12/70-Lauf schießen?

Nein. Die zu lange Hülse legt sich beim Aufbördeln in den Übergangskegel, der Gasdruck steigt stark an und der Lauf kann bersten.

„Flintenlauf“ kommt in 12 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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