Druckluftwaffe
Eine Druckluftwaffe ist eine Schusswaffe, deren Geschoss nicht von Pulvergasen, sondern von zusammengepresster Luft durch den Lauf getrieben wird.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungBeim Federkolbengewehr spannt der Schütze vor jedem Schuss eine kräftige Feder, meist durch Abknicken des Laufs; beim Abziehen schnellt ein Kolben vor und verdichtet die Luft hinter dem Geschoss. Pressluftwaffen nutzen dagegen einen vorab gefüllten Druckbehälter; nur sie nennt das Waffengesetz Druckluftwaffen, das Federkolbengewehr dort Federdruckwaffe. Verschossen werden meist Diabolos im Kaliber 4,5 mm.
Rechtlich gilt für beide dasselbe wie für CO2-Waffen: Sie sind Schusswaffen, aber keine Feuerwaffen. Tragen sie das Zeichen F im Fünfeck für höchstens 7,5 Joule, dürfen Volljährige sie grundsätzlich ohne Waffenbesitzkarte erwerben und besitzen; stärkere Modelle sind erlaubnispflichtig. Erlaubnisfrei sind auch Stücke, die vor 1970 oder im Gebiet der früheren DDR vor dem 2. April 1991 hergestellt und in den Handel gebracht wurden.
Wer sie außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte zugriffsbereit führt, braucht grundsätzlich einen Waffenschein. Außerhalb von Schießstätten darf ohne Erlaubnis nur mit Waffen bis 7,5 Joule im befriedeten Besitztum geschossen werden, vom Inhaber des Hausrechts oder mit seiner Zustimmung, wenn die Geschosse es nicht verlassen können.