Leberschweiß
Leberschweiß nennt der Jäger den dunkel rotbraunen bis bräunlichen, körnigen Schweiß, den ein Stück nach einem Lebertreffer verliert.
Zwischen den Fingern fühlt er sich körnig oder grießig an und wirkt oft klebrig; manchmal finden sich kleine Leberstückchen. Weil die Leber stark durchblutet ist, schweißt das Stück meist reichlich.
Leberschweiß zeigt, dass das Stück tödlich getroffen ist, aber erst nach Stunden verendet. Vor der Nachsuche wird daher mindestens zwei bis drei Stunden gewartet. Rein dunkelroter Schweiß ohne Körnung spricht eher für einen Herztreffer, wässrig-bräunlicher mit Panseninhalt für einen Weidwundschuss.
Verwandte Begriffe
LeberschussEin Leberschuss ist ein Treffer in die Leber, die beim Schalenwild gleich hinter dem Zwerchfell liegt; er ist tödlich, wirkt aber langsam.SchweißSchweiß heißt in der Jägersprache das Blut des Wildes und des Jagdhundes.LungenschweißLungenschweiß nennt der Jäger den hellroten, schaumig-blasigen Schweiß, den ein Stück nach einem Lungentreffer verliert.WartezeitAls Wartezeit bezeichnet man die Zeit zwischen dem Schuss und dem Beginn der Nachsuche, die sich nach der vermuteten Trefferlage richtet.WeidwundschussEin Weidwundschuss ist ein Treffer in die Bauchhöhle hinter dem Zwerchfell, bei dem das Geschoss Pansen, Magen oder Därme verletzt.