Lexikon

Wartezeit

Anschuss

Als Wartezeit bezeichnet man die Zeit zwischen dem Schuss und dem Beginn der Nachsuche, die sich nach der vermuteten Trefferlage richtet.

Sie gibt einem kranken Stück Gelegenheit, sich niederzutun und zu verenden. Wer zu früh nachgeht, macht es hoch; es flüchtet dann oft weit, und die Nachsuche wird schwerer.

Als Richtwerte gelten nach einem Kammerschuss etwa 15 bis 30 Minuten, nach einem Laufschuss ein bis drei Stunden, nach einem Leberschuss mindestens zwei bis drei Stunden; nach einem Nierenschuss beginnt die Nachsuche frühestens nach etwa drei Stunden. Nach einem Weidwundschuss wartet man mehrere Stunden, nach einem Abendschuss bis zum nächsten Morgen, ebenso wenn ein Stück im letzten Büchsenlicht mit unklarem Treffersitz beschossen wurde.

Nach Krell- und Äserschuss wird oft sofort nachgesucht, weil sich das Stück nicht niedertut; auch krankgeschossene Hasen sucht der Hund sofort. Schweißhundführer raten dagegen, außer bei eindeutigem Lungenschweiß mindestens vier Stunden zu warten, damit das Stück krank wird und der Hund es leichter stellen kann.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion