Verenden
Verenden sagt der Jäger, wenn ein Stück Wild stirbt, etwa nach dem Schuss, durch eine Krankheit oder bei einem Unfall.
Vom verendeten Stück spricht man beim erlegten Wild ebenso wie bei Fallwild, das tot aufgefunden wird. Nach einem guten Kammerschuss verendet Wild rasch, nach Leber- oder Weidwundschuss erst nach Stunden. Die Wartezeit vor der Nachsuche gibt einem kranken Stück Gelegenheit, sich niederzutun und zu verenden.
Für die Verwertung macht es einen großen Unterschied, wie ein Stück verendet ist: Wild, das nicht durch Erlegen getötet wurde, sondern etwa an einer Krankheit, in einem Zaun oder bei einem Verkehrsunfall verendet ist, darf nicht als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden.
Verwandte Begriffe
FallwildFallwild nennt man Wild, das nicht durch die Jagd getötet wurde, sondern eingegangen ist und verendet aufgefunden wird, etwa nach Krankheit oder Entkräftung.KrankKrank nennt die Jägersprache ein Stück Wild, das durch einen Schuss oder auf andere Weise verletzt ist.TotfluchtAls Totflucht bezeichnet man die kurze, meist rasende Flucht, die ein tödlich getroffenes Stück Wild noch zurücklegt, bevor es verendet zusammenbricht.TotsucheEine Totsuche ist eine kurze Nachsuche auf ein Stück, das nach einem sicher tödlichen Schuss nicht im Feuer lag und bereits verendet ist.WartezeitAls Wartezeit bezeichnet man die Zeit zwischen dem Schuss und dem Beginn der Nachsuche, die sich nach der vermuteten Trefferlage richtet.GenusstauglichkeitGenusstauglichkeit bedeutet, dass Fleisch nach lebensmittelrechtlicher Beurteilung bedenkenlos von Menschen gegessen werden kann.