Kugelschlag
Kugelschlag nennt der Jäger das Geräusch, das entsteht, wenn das Geschoss auf den Wildkörper trifft.
Ein harter, trockener Schlag deutet auf einen Knochentreffer, etwa an Blatt, Träger oder Lauf, ein dumpfer, klatschender auf Weichteile wie beim Weidwund- oder Leberschuss. Auf kurze Entfernung geht der Kugelschlag oft im Mündungsknall unter; dass er nicht zu hören war, beweist daher keinen Fehlschuss.
Zusammen mit Abkommen und Zeichnen gehört er zu den Beobachtungen, die sich der Schütze im Augenblick des Schusses einprägt. Vom Kugelriss, der sichtbaren Spur des Geschosses im Bewuchs, ist er zu unterscheiden.
Verwandte Begriffe
KugelrissKugelriss heißt die Schneise oder Furche, die ein Geschoss beim Einschlag in Bewuchs, Boden oder Schnee hinterlässt.ZeichnenZeichnen nennt der Jäger die Reaktion des Wildes im Augenblick des Treffers und unmittelbar danach, aus der er auf die Trefferlage schließt.AbkommenAbkommen nennt man die Stellung des Absehens oder Korns auf dem Ziel in dem Augenblick, in dem der Schuss bricht.SchusszeichenSchusszeichen sind die Reaktionen, die ein beschossenes Stück Wild im Augenblick des Schusses zeigt, also sein Zeichnen, beim Federwild etwa das Himmeln.MündungsknallDer Mündungsknall ist der laute Knall, der entsteht, wenn die unter hohem Druck stehenden Pulvergase hinter dem Geschoss schlagartig aus der Mündung austreten.