Fluchtfährte
Fluchtfährte nennt der Jäger die Fährte, die ein beschossenes Stück Schalenwild auf seiner Flucht vom Anschuss weg hinterlässt.
Ihre Richtung zeigt der Fährtenbruch an. Liegt auf ihr Schweiß, ist sie zugleich eine Schweiß- oder Wundfährte. Auch ihr Verlauf verrät etwas: Trennt sich ein beschossenes Stück Rotwild vom Rudel, deutet das auf eine schwere Verletzung. Nimmt hellroter Schweiß ohne Blasen rasch ab und versiegt bald, spricht das für einen Wildbretschuss in die Muskulatur.
Ob ein vermeintlich gefehltes Stück doch getroffen wurde, klärt ein Hund auf der Fluchtfährte bei der Kontrollsuche.
Verwandte Begriffe
SchweißfährteDie Schweißfährte ist die Fährte eines angeschossenen Stückes Schalenwild, auf der es Schweiß und andere Pirschzeichen hinterlässt.FährtenbruchDer Fährtenbruch ist ein halbarmlanger, unbefegter Bruch, mit dem der Jäger am Anschuss die Fluchtrichtung eines beschossenen Stückes Schalenwild markiert.AnschussAnschuss nennt der Jäger die Stelle, an der ein Stück Wild im Augenblick des Schusses stand.KontrollsucheEine Kontrollsuche ist eine Nachsuche mit einem brauchbaren Hund, die klärt, ob ein beschossenes Stück getroffen wurde, auch wenn keine Pirschzeichen zu finden sind.FährteFährte nennt die Jägersprache die Reihe der Trittsiegel, die Schalenwild wie Reh, Hirsch oder Wildschwein beim Ziehen und Flüchten im Boden hinterlässt.