Anschuss · Jägersprache

Wundbett

Das Wundbett ist in der Jägersprache die Stelle, an der sich ein krankgeschossenes Stück Wild während der Flucht niedergetan hat, also sein Liegeplatz nach dem Treffer.

Was bedeutet „Wundbett“?

Krankes Wild tut sich auf seiner Flucht mitunter nieder. Diesen Platz nennt der Jäger Wundbett; im Alltag würde man von einem Liegeplatz des verletzten Tieres sprechen. Davon zu unterscheiden ist das Tropfbett: die Stelle, an der das kranke Stück stehen geblieben ist und verharrt hat. Beide Befunde können bei einer Nachsuche auftauchen und geben Hinweise auf den Zustand des Wildes. Wird ein krankes Stück aus dem Wundbett aufgescheucht, spricht die Jägersprache von aufmüden. Ob Wild sich überhaupt bald niedertut, hängt vom Treffer ab; nach einem Äserschuss geht Schalenwild nicht nach kurzer Zeit ins Wundbett.

Das Wundbett bei der Nachsuche

Die Nachsuche beginnt am Anschuss und folgt am Schweißriemen der Wundfährte. Je nach Trefferlage wird vorher zwischen einer halben Stunde und einer ganzen Nacht gewartet. Stößt das Gespann auf ein noch warmes Wundbett, wird der Schweißhund regelmäßig geschnallt, also für die freie Hetze vom Riemen gelassen. Grundsätzlich verbietet § 3 Satz 1 Nr. 8 TierSchG, ein Tier auf ein anderes zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze waidgerechter Jagdausübung erfordern. Ist ein Fangschuss in dichter Deckung unmöglich und flüchtet ein angeschweißtes Stück aus dem Wundbett, darf der Hundeführer seinen wildscharfen Hund deshalb schnallen.

„Wundbett“ in der Jägerprüfung

Die häufigste Frage lautet, wann der Schweißhund geschnallt wird; die Antwort ist das warme Wundbett oder ein in Sichtweite flüchtendes Stück. Daneben werden Wund- und Tropfbett unterschieden, der Begriff aufmüden erklärt und Fälle der Wildfolge bearbeitet, in denen ein Stück im Nachbarrevier sichtbar ins Wundbett geht. Fehlerquelle: das zu frühe Schnallen am Anschuss.

Häufige Fragen zu „Wundbett“

Was ist der Unterschied zwischen Wundbett und Tropfbett?

Im Wundbett hat sich das kranke Wild hingelegt. Im Tropfbett ist es stehen geblieben und hat eine Weile verharrt. Beide Stellen können auf der Wundfährte gefunden werden.

Wann wird der Schweißhund geschnallt?

In der Regel am warmen Wundbett oder wenn das kranke Stück in Sichtweite flüchtet. Vorher arbeitet der Hund am Schweißriemen.

Was bedeutet „aufmüden“?

So nennt der Jäger das Aufscheuchen eines kranken Stückes aus seinem Wundbett. Das Wort beschreibt also einen Vorgang, der Wundbett ist dagegen ein Ort.

„Wundbett“ kommt in 15 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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