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Lexikon
Waffenkunde·Hohe Prüfungsrelevanz

Abkommen

Lage von Waffe und Visier im Augenblick der Schussabgabe.

Abkommen beschreibt, wie die Waffe im Moment des Schusses auf das Ziel ausgerichtet ist. Schon kleine Fehler im Abkommen führen zu deutlichen Treffpunktabweichungen und sind deshalb ein zentrales Thema in Schießausbildung und Jägerprüfung.

Definition

Unter Abkommen versteht man das Zielbild und die Waffenhaltung genau in dem Augenblick, in dem sich der Schuss löst. Entscheidend ist, ob Korn, Kimme oder Absehen sauber im Ziel stehen und die Waffe dabei ruhig gehalten wird. Das Abkommen bestimmt maßgeblich den späteren Treffpunkt.

Bedeutung für den Schuss

Ein gutes Abkommen setzt korrekten Anschlag, passende Schaftlänge, ruhige Atmung und sauberes Abziehen voraus. Verreißt der Schütze die Waffe im Schuss oder nimmt er das Ziel unsauber auf, verschiebt sich die Treffpunktlage trotz technisch einwandfreier Waffe. Besonders bei Büchsen und auf größere Entfernungen wirken sich kleine Fehler sofort aus.

Prüfungswissen

In Prüfungen wird häufig nach den Ursachen schlechter Schussbilder gefragt, und Abkommensfehler gehören zu den Standardantworten. Der Begriff steht dabei für den menschlichen Anteil am Trefferergebnis. Wer den Unterschied zwischen Abkommen, Abziehen und Treffpunktlage versteht, beantwortet viele Schießfragen sicher.

Häufige Verwechslung

Abkommen ist nicht dasselbe wie Abziehen; das Abkommen beschreibt die Waffenlage, das Abziehen die kontrollierte Betätigung des Abzugs.