Trägerschuss
Ein Trägerschuss ist ein Treffer in den Träger, also den Hals des Schalenwildes, mit Halswirbelsäule, Drossel und großen Halsgefäßen.
Trifft die Kugel die Halswirbelsäule und das Rückenmark, bricht das Stück sofort zusammen und verendet. Geht sie nur durch die Muskulatur, zuckt es zusammen und flüchtet schnell, oft ohne tödliche Verletzung; bei Treffern in große Gefäße schweißt es stark hellrot. Flüchtet das Stück, ist oft unklar, ob es tödlich getroffen ist; die Nachsuche gehört dann in die Hand eines erfahrenen Gespanns.
Als regulärer Schuss ist der Trägerschuss nicht waidgerecht: Der Träger ist ein schmales, bewegliches Ziel, und wer darauf schießt, nimmt in Kauf, das Stück krankzuschießen, etwa durch einen Äserschuss. Aus nächster Nähe ist er dagegen ein üblicher Fangschuss.