Keulenschuss
Ein Keulenschuss ist ein Treffer in die Keule, also die kräftige Muskulatur des Hinterschenkels beim Haarwild.
Bleibt der Knochen heil, ist es ein reiner Wildbretschuss in die Muskulatur. Am Anschuss liegen dann Schnitthaar und hellroter Schweiß ohne Blasen, der anfangs reichlich fließt und rasch weniger wird. Zerschlägt die Kugel den Oberschenkelknochen, wird daraus ein hoher Hinterlaufschuss: Das Stück knickt hinten ein, zieht den Lauf nach, und am Anschuss finden sich Knochensplitter. Werden große Gefäße getroffen, schweißt es stark und kann bald verenden.
Liegt das Stück nicht, folgt eine Nachsuche mit einem erfahrenen Hund. Keulenschüsse entwerten viel wertvolles Wildbret und bringen leicht Keime ins Fleisch.
Verwandte Begriffe
LaufschussEin Laufschuss ist ein Treffer in einen Lauf, also ein Bein des Wildes; je nach Lage spricht man von Vorder- oder Hinterlaufschuss.KnochensplitterKnochensplitter am Anschuss sind Pirschzeichen, die zeigen, dass das Geschoss einen Knochen getroffen hat, und Hinweise auf die Trefferlage geben.SchweißSchweiß heißt in der Jägersprache das Blut des Wildes und des Jagdhundes.WildbretWildbret nennt der Jäger das Fleisch von erlegtem Wild, das als Lebensmittel dient.NachsucheDie Nachsuche ist die Suche nach angeschossenem Wild mit einem dafür brauchbaren Hund, um das Stück zu finden und, wenn es noch lebt, rasch zu erlösen.