Hege

Futterhaus

auch: Wildfutterhaus

Ein Futterhaus ist eine überdachte Fütterungseinrichtung für Körnerfutter wie Weizen, Hafer oder Sonnenblumenkerne. Es versorgt vor allem Fasan, Rebhuhn und Kaninchen und hält das Futter trocken.

Was ist ein „Futterhaus“?

Das Futterhaus gehört zu den Wildfütterungsanlagen und damit zu den jagdlichen Einrichtungen eines Reviers. Anders als Raufe und Krippe, die für Heu beziehungsweise Saftfutter gedacht sind, ist es auf Körner und Sämereien ausgelegt. Typisch sind Weizen, Hafer und Sonnenblumenkerne. Ein Dach schützt das Futter vor Regen, und eine Dosiervorrichtung sorgt dafür, dass immer nur eine begrenzte Menge nachrutscht. Genutzt wird das Futterhaus in erster Linie für Niederwild wie Fasan und Rebhuhn sowie für Kaninchen.

Futterhaus, Raufe und Krippe im Vergleich

Die drei Fütterungseinrichtungen unterscheiden sich vor allem nach dem Futter, das sie aufnehmen. Die Raufe hält Heu bereit, die Krippe nimmt Saftfutter auf. Das Futterhaus schließlich nimmt Körner auf und ist dem Federwild und kleinem Haarwild zugeordnet. Gemeinsam ist allen, dass sie unter die Verkehrssicherungspflicht des Jagdausübungsberechtigten fallen: Er muss dafür sorgen, dass von der Einrichtung keine Gefahr ausgeht. Das gilt ebenso für Hochsitze und Salzlecken im Revier.

Fütterung ist keine Kirrung

Ein Futterhaus dient der Fütterung, also der Ernährung des Wildes in der Notzeit. Die Fütterung unterliegt strengen Regeln. Davon zu trennen ist die Kirrung: Sie soll Wild anlocken und gilt rechtlich als Jagdausübung, nicht als Hege. In Nordrhein-Westfalen darf nur Schwarzwild gekirrt werden, und zwar mit höchstens einem Liter Getreide oder Mais je Kirrstelle. Wer ein Futterhaus betreibt, sollte deshalb klar zwischen der Versorgung in Mangelzeiten und dem gezielten Anlocken unterscheiden.

„Futterhaus“ in der Jägerprüfung

Eine eigene Prüfungsfrage zum Futterhaus ist im Fragenbestand nicht vorhanden. Der Begriff gehört in das Sachgebiet Wildhege, genauer zu den jagdlichen Einrichtungen. Dort wird verlangt, Raufe, Krippe und Futterhaus dem jeweiligen Futter und Wild zuzuordnen und Fütterung und Kirrung sauber auseinanderzuhalten. Die Verwechslung dieser beiden Begriffe gilt als häufiger Fehler.

Häufige Fragen zu „Futterhaus“

Was kommt in ein Futterhaus?

Körner und Sämereien, zum Beispiel Weizen, Hafer oder Sonnenblumenkerne. Heu gehört in die Raufe, Saftfutter in die Krippe.

Für welches Wild ist ein Futterhaus gedacht?

Vor allem für Niederwild wie Fasan und Rebhuhn sowie für Kaninchen.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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