Hege

Wildtierrettung

Wildtierrettung bezeichnet Maßnahmen, mit denen Kitze, Junghasen und andere Wildtiere vor dem Mähtod bei der Grünlandmahd bewahrt werden, etwa Vergrämen, Absuchen und angepasste Mähtechnik.

Was bedeutet „Wildtierrettung“?

Wiesen, die gemäht werden, dienen vielen Wildarten als Äsung und als Ort, an dem Rehkitze abgelegt werden. Moderne Mähwerke gefährden diese Tiere. Wildtierrettung meint die Gesamtheit der Vorkehrungen, die vor und während der Mahd getroffen werden, damit Jungwild nicht verletzt oder getötet wird. Neben dem Kitz profitieren davon auch Junghasen; beim Feldhasen gilt eine wildtierfreundliche Mahd als Teil der Lebensraumverbesserung. Wiesen werden je nach Intensität zwei- bis fünfmal im Jahr geschnitten, sodass sich die Gefahr über die Saison wiederholt.

Maßnahmen vor und während der Mahd

Am Abend vor dem Mähen wird die Fläche vergrämt, jagdlich spricht man auch vom Verblenden. Dafür eignen sich Knistertüten, Flatterbänder oder Geruchsstoffe. Tücher, die an Stangen hochgehängt werden, veranlassen Ricken, ihre Kitze umzulagern. Unmittelbar vor der Mahd wird die Fläche mit Hunden oder mit Drohnen mit Wärmebildtechnik abgesucht. Während der Arbeit helfen eine Schnitthöhe von mindestens zehn Zentimetern sowie Wildsensoren oder akustische Scheuchen am Mähwerk. Altgrasstreifen, die stehen bleiben, bieten flüchtenden Tieren einen Rückzugsraum. Aus Gründen des Bodenbrüterschutzes soll Grünland zudem nicht vor dem 15. Juli gemäht werden.

Einordnung in der Jägerprüfung

Unter diesem Stichwort enthält der Fragenbestand keine eigene Frage. Das Thema gehört zum Sachgebiet Landbau und Wildhege, wo Grünlandnutzung, Mahdzeitpunkte und Schutzmaßnahmen für Jungwild und Bodenbrüter behandelt werden. Inhaltlich überschneidet es sich mit der Kitzrettung und der Niederwildhege beim Feldhasen.

Häufige Fragen zu „Wildtierrettung“

Wie vergrämt man Wild vor der Mahd?

Am Vorabend werden Knistertüten, Flatterbänder, Geruchsstoffe oder an Stangen hochgehängte Tücher auf der Fläche verteilt. Vor allem die Tücher sollen Ricken dazu bewegen, ihre Kitze umzulagern.

Welche Technik hilft bei der Wildtierrettung?

Drohnen mit Infrarotkamera zum Absuchen der Fläche sowie Wildsensoren oder akustische Wildscheuchen direkt am Mähwerk. Auch eine Schnitthöhe von mindestens zehn Zentimetern senkt das Risiko.

Warum sollen Altgrasstreifen stehen bleiben?

Sie bieten Tieren, die vor dem Mähwerk flüchten, einen Rückzugsraum mit Deckung. Beim Feldhasen zählen solche Streifen außerdem zu den empfohlenen Lebensraumverbesserungen.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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