Hege

Fegeschaden

auch: Fegen, Fegeschäden

Ein Fegeschaden ist die Verletzung junger Bäume, die entsteht, wenn männliches Schalenwild den Bast vom neuen Geweih oder Gehörn an Stämmen abstreift oder dort markiert; die Rinde wird dabei streifenförmig abgeschürft.

Was ist ein „Fegeschaden“?

Fegen nennt der Jäger das Abstreifen des Bastes, der behaarten Haut über dem heranwachsenden Kopfschmuck. Dazu reiben Rehböcke, Rot- und Damhirsche ihr Gehörn oder Geweih an jungen Stämmen. Rehböcke fegen darüber hinaus auch nach dem Verfegen weiter, um ihr Territorium zu markieren; dabei geben sie Duftstoffe aus der Drüse unter der Stirnlocke ab. Die dunkle Färbung erhält der Kopfschmuck vor allem durch Pflanzensäfte beim Schlagen und Reiben. Für den Wald bedeutet das Fegen einen Wildschaden: Die Rinde wird abgeschürft, das Holz liegt frei, und junge Bäume können absterben.

Schadbild und Verursacher erkennen

Typisch sind streifenförmig abgeschabte Rinde, herabhängende Bastfetzen und freiliegendes Holz. Am häufigsten betroffen ist die Lärche, weil ihre Rinde besonders dünn und weich ist. Die Höhe der Schäden verrät den Verursacher: Zwischen etwa 20 und 60 cm war meist ein Rehbock am Werk, zwischen 60 und 120 cm Damwild und zwischen 100 und 180 cm Rotwild. Eine Ende Mai gefundene Lärche mit abgeschabter Rinde in 40 bis 60 cm Höhe deutet also auf einen Rehbock. Beim Rothirsch liegen zwischen Abwurf und Verfegen rund fünf Monate; gefegt wird dort im Juli, meist bis August. Ein früh fegender Rehbock gilt als Hinweis auf ein höheres Alter.

Vorbeugen und Ersatzpflicht

Gegen Fegeschäden helfen Einzelschutzmaßnahmen wie Drahthosen, Kunststoffspiralen, Wuchshüllen, Bleichstreifen oder Metallfolien sowie flächige Wildzäune, die als bester Schutz gelten; für Rehwild wird eine Zaunhöhe von 1,50 m genannt. Jagdlich lässt sich der Druck senken, indem gefährdete Kulturen zu Beginn der Bockjagdzeit schwerpunktmäßig bejagt werden. Wildschäden durch Schalenwild sind grundsätzlich ersatzpflichtig. Anders kann es aussehen, wenn in einem Revier Baumarten gepflanzt werden, die dort nicht zu den Hauptbaumarten gehören, wie Weißtannen zwischen Fichte, Kiefer und Buche: Ohne übliche Schutzvorrichtungen besteht nach dem Prüfungsstoff dann kein Ersatzanspruch.

„Fegeschaden“ in der Jägerprüfung

Knapp 40 unterschiedliche Fragen behandeln Fegeschäden. Häufig sollen Prüflinge ein beschriebenes Schadbild dem Rehbock zuordnen, Schutzmaßnahmen nennen, den Zweck des Fegens erklären und die Ersatzpflicht beurteilen. Typische Fehler sind, Fegen mit Schälen zu verwechseln oder die Lärche als meistbetroffene Baumart zu vergessen.

Häufige Fragen zu „Fegeschaden“

Welcher Baum leidet am stärksten unter dem Fegen?

Die Lärche. Ihre dünne, weiche Rinde lässt sich besonders leicht abschürfen.

Woran erkennt man, welche Wildart gefegt hat?

An der Höhe der Schäden. Niedrige Fegestellen bis etwa 60 cm stammen meist vom Rehbock, höhere von Dam- oder Rotwild.

Warum fegen Rehböcke auch nach dem Verfegen weiter?

Um ihr Territorium zu markieren. Dabei hinterlassen sie Duftstoffe an Zweigen und Stämmen.

„Fegeschaden“ kommt in 39 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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