Hege

Feldgehölz

auch: Gehölzinsel

Ein Feldgehölz ist eine Insel aus Bäumen und Sträuchern mitten in der offenen Feldflur. Es liefert Niederwild und vielen anderen Tieren Deckung, Äsung sowie Brut- und Setzplätze.

Was ist ein „Feldgehölz“?

Unter einem Feldgehölz versteht man eine Gehölzfläche, die nicht zum geschlossenen Wald gehört, sondern einzeln in der Agrarlandschaft liegt. Zusammen mit Hecken zählt es zu den Strukturen, auf die die Biotophege setzt: Statt eine bestimmte Wildart gezielt zu fördern, wird der Lebensraum so verbessert, dass er vielen Arten auf Dauer Schutz, Nahrung und Fortpflanzungsmöglichkeiten bietet. Im Feld schaffen solche Gehölze Windschutz und verbessern die Äsungs- und Deckungsverhältnisse. Im Naturschutzrecht können Feldgehölze, ebenso wie Hecken, Uferstreifen und Alleen, als geschützter Landschaftsbestandteil (§ 29) ausgewiesen sein.

Welche Tiere Feldgehölze nutzen

Für das Niederwild ist ein Feldgehölz Rückzugsort und Kinderstube zugleich: Es bietet Brut- und Setzgelegenheiten und schützt Hasen, Fasanen und Rebhühner vor Beutegreifern. Fasanenschütten werden deshalb gern im Feldgehölz oder in Hecken eingerichtet. Typische Bewohner solcher Gehölze sind außerdem Neuntöter und Haselmaus. Auch der Habicht legt seinen Horst nicht nur im Wald an, sondern ebenso in Feldgehölzen. Beim Schalenwild bevorzugt Damwild eine parkartige Landschaft, in der sich Offenland und Feldgehölze abwechseln. Rotwild kehrt, wenn es ungestört bleibt, in Landschaften mit großen, ruhigen Ackerflächen und eingestreuten Gehölzen zurück. Der Waschbär wiederum besiedelt zunehmend Gebiete mit größeren Feldgehölzen.

Pflege: auf den Stock setzen im Winterhalbjahr

Gepflegt wird, indem man das Gehölz im Abstand von etwa 10 bis 15 Jahren abschnittsweise auf den Stock setzt, niemals vollständig auf einmal. Die Arbeiten fallen in die Monate Oktober bis Februar, damit keine Bruten gestört werden. Einen ungemähten Krautsaum am Rand lässt man als Übergang zur Ackerfläche stehen. Liegt ein Gehölz in einem gesetzlich geschützten Biotop, sind Eingriffe, die es zerstören oder erheblich beeinträchtigen können – etwa das Anlegen eines Wildackers –, nach § 30 BNatSchG verboten; eine Ausnahme ist nur auf Antrag möglich.

„Feldgehölz“ in der Jägerprüfung

Der Begriff taucht vor allem bei Fragen zur Biotophege im Niederwildrevier auf. Gefragt wird nach dem richtigen Pflegezeitraum, nach den Vorteilen für das Niederwild und nach typischen Heckenbewohnern. Daneben erscheint das Feldgehölz in Fragen zum Lebensraum einzelner Wildarten, etwa bei Damwild, Rotwild oder Waschbär. Auch im Jagdrecht kommt es vor: Wer auf dem Heimweg vom Ansitz an einem Feldgehölz auf einen auffliegenden Fasan jagen will, muss einen brauchbaren Hund dabeihaben. Häufiger Fehler ist ein Pflegetermin im Frühjahr, der in die Brutzeit fällt.

Häufige Fragen zu „Feldgehölz“

Wann darf ein Feldgehölz zurückgeschnitten werden?

Pflegeeingriffe gehören in die Zeit von Oktober bis Februar. In dieser Zeit ist das Auf-den-Stock-Setzen nach § 39 Abs. 5 BNatSchG zulässig, und das Gehölz sollte abschnittsweise zurückgeschnitten werden.

Warum legen Jäger Feldgehölze an?

Sie bieten Windschutz, zusätzliche Brut- und Setzplätze und bessere Äsung. Außerdem finden Hase, Fasan und Rebhuhn dort Schutz vor Beutegreifern.

„Feldgehölz“ kommt in 20 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Hege und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Hege

FeldrainFegeschadenFFH-GebietFährtenzählungFutterhausDrückjagdbockGewässerrandstreifenDrahthoseAlle Begriffe aus Hege

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Feldgehölz: Bedeutung & Erklärung für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de