Hege

Salzlecke

auch: Leckstein, Sulze

Eine Salzlecke ist eine jagdliche Einrichtung aus Leckstein oder Salzblock, an der Wild Mineralstoffe wie Natrium und Calcium aufnehmen kann.

Was ist eine Salzlecke?

Salzlecken gehören wie Hochsitze und Fütterungsanlagen zu den jagdlichen Einrichtungen im Revier. Angeboten werden Lecksteine oder natürliche Salzblöcke. Sie versorgen Wild mit Natrium, Calcium und Spurenelementen, was besonders bei der Geweihbildung im Frühjahr und während der Trächtigkeit wichtig ist. Eine ältere Bezeichnung ist Sulze; die Stangensulze ist eine Form der Salzlecke. Zu den Fütterungseinrichtungen wird die Salzlecke nicht gezählt, obwohl sie eine Jagdeinrichtung ist. Wie für alle Reviereinrichtungen trägt der Jagdausübungsberechtigte die Verkehrssicherungspflicht.

Anlage, Standort und Pflege

Salzlecken können das ganze Jahr über angeboten werden; die Fütterungs- und Kirrungsverbote der nordrhein-westfälischen Durchführungsverordnung zum Landesjagdgesetz nennen sie nicht. Als Standort eignet sich ein windgeschützter Platz, der vom Ansitz aus gut einzusehen ist. An Straßenrändern sollten Salzlecken dagegen nicht angelegt werden. Im Jahreslauf der Revierarbeit werden Salzlecken im Herbst erneuert, zusammen mit dem Umbruch und der Neuansaat von Wildäckern. Genutzt werden sie von verschiedenen Arten: Rehwild und Muffelwild nehmen sie gerne an, außerdem Hasen und unter dem Federwild vor allem die Ringeltaube.

„Salzlecke“ in der Jägerprüfung

In der Prüfung wird häufig gefragt, welche Wildarten Salzlecken annehmen; hier sollten Rehwild, Hase und Ringeltaube sicher genannt werden. Weitere Aufgaben betreffen den falschen Standort an der Straße, die Zuordnung zu den Jagdeinrichtungen und den Begriff Stangensulze. Eine typische Falle ist die Einordnung als Fütterungseinrichtung: Salzlecke und Wildacker gehören nicht dazu. Ebenso sollte die Salzlecke nicht mit der Kirrung verwechselt werden.

Häufige Fragen zu „Salzlecke“

Welche Wildarten nehmen Salzlecken an?

Regelmäßig genutzt werden Salzlecken von Rehwild, Muffelwild und Hasen. Unter dem Federwild ist vor allem die Ringeltaube als Nutzer bekannt.

Wo sollte man eine Salzlecke anlegen?

Günstig ist ein windgeschützter Platz, den man von einer Ansitzeinrichtung gut überblicken kann. Straßenränder gelten als ungeeigneter Standort.

Ist eine Salzlecke eine Fütterung?

Nein. Salzlecken zählen zu den Jagdeinrichtungen, aber nicht zu den Fütterungseinrichtungen. Sie liefern Mineralstoffe, jedoch keine Nahrung.

„Salzlecke“ kommt in 17 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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