Jagdpraxis · Jägersprache

Letzter Bissen

Der Letzte Bissen ist ein kleiner Bruch, also ein Zweig, den der Jäger dem erlegten männlichen Schalenwild als Zeichen der Achtung in den Äser oder ins Gebräch legt.

Was bedeutet „Letzter Bissen“?

Der Letzte Bissen gehört zum jagdlichen Brauchtum und zählt zu den sogenannten Bruchzeichen. Ein Bruch ist in der Jägersprache ein abgebrochener Zweig. Beim Letzten Bissen wird ein kleines Zweigstück in den Äser, also das Maul des Schalenwildes, gesteckt; beim Schwarzwild heißt der Maulbereich Gebräch. Nach dem Brauch erhält diese Ehrung das männliche Schalenwild. Die Geste drückt Respekt vor dem erlegten Tier aus und ist Teil der Tradition rund um das Erlegen, ähnlich wie Erlegerbruch und Inbesitznahmebruch.

So wird der Letzte Bissen gegeben

Der Bruch wird quer in den Äser gelegt, und zwar von rechts nach links; die umgekehrte Richtung gilt als falsch. Verwendet werden bruchgerechte Holzarten. Als Merkhilfe dienen die Anfangsbuchstaben EFEKT für Eiche, Fichte, Erle, Kiefer und Tanne. Buche, Birke und Haselnuss eignen sich dagegen nicht, obwohl sie häufig im Revier wachsen. Der Letzte Bissen steht neben weiteren Streckenbrüchen: Der Inbesitznahmebruch liegt auf der linken Körperseite des Stückes und zeigt, dass der Erleger es in Besitz genommen hat. Der Erlegerbruch wird mit Schweiß benetzt und vom Schützen rechts am Hut getragen.

„Letzter Bissen“ in der Jägerprüfung

Der Begriff wird im Sachgebiet jagdliches Brauchtum gebraucht. Gefragt wird etwa danach, bruchgerechte Holzarten aufzuzählen und typische Streckenbrüche zu nennen; der Letzte Bissen ist dabei neben Inbesitznahme- und Erlegerbruch eine richtige Antwort. Fehlerquellen sind die Legerichtung und die Frage, welchem Wild der Letzte Bissen zusteht. Wer die Bruchzeichen sicher unterscheidet, kann auch Erlegerbruch, Schützenbruch und Inbesitznahmebruch richtig zuordnen.

Häufige Fragen zu „Letzter Bissen“

Welche Hölzer sind für den Letzten Bissen bruchgerecht?

Eiche, Fichte, Erle, Kiefer und Tanne, merkbar über das Wort EFEKT. Buche, Birke und Haselnuss gelten nicht als bruchgerecht.

In welche Richtung wird der Letzte Bissen eingelegt?

Quer von rechts nach links in den Äser beziehungsweise ins Gebräch. Die umgekehrte Richtung ist ein häufiger Fehler.

Welches Wild bekommt den Letzten Bissen?

Nach dem Brauchtum das erlegte männliche Schalenwild. Bei Schwarzwild kommt der Bruch ins Gebräch.

„Letzter Bissen“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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