Wildbiologie
Gründelente
auch: Schwimmente
Gründelenten, auch Schwimmenten genannt, sind Enten flacher Gewässer, die ihre Nahrung durch Gründeln aufnehmen: Kopf und Vorderkörper tauchen ins Wasser, der Hinterkörper ragt nach oben. Leitart ist die Stockente.
Was ist eine „Gründelente“?
Der Name beschreibt die Art der Nahrungssuche. Beim Gründeln kippt die Ente nach vorn, taucht Kopf und Hals ins flache Wasser und streckt den Hinterkörper in die Höhe, statt vollständig abzutauchen. Daneben seihen Gründelenten Nahrung aus dem flachen Wasser. Sie leben an flachen Gewässern und in Feuchtgebieten. Als Gegenstück gelten die Tauchenten, die ganz unter Wasser nach Nahrung suchen. Zu den Gründelenten zählen Stock-, Krick-, Knäk-, Löffel-, Spieß-, Schnatter- und Pfeifente. Konkrete Jagdzeiten für einzelne Arten regelt das jeweilige Landesrecht.
Unterschiede zur Tauchente
Auf dem Wasser liegen Gründelenten hoch; ihr Stoß ragt schräg nach oben, während er bei Tauchenten flach auf dem Wasser aufliegt. Ihre Ständer sitzen weiter mittig, weshalb sie sich an Land beweglicher zeigen. Der Hinterzehe fehlt der breite Schwimmlappen, den Tauchenten besitzen. Beim Auffliegen starten Gründelenten meist steil und direkt vom Wasser, Tauchenten brauchen dagegen häufig einen Anlauf über die Oberfläche. Typische Tauchenten sind Reiher-, Tafel-, Schell-, Kolben- und Moorente. Säger tauchen ebenfalls aktiv und werden deshalb eher bei den Tauchenten gelernt.
Wichtige Arten erkennen
Der Stockerpel trägt im Prachtkleid einen grünen Kopf, einen weißen Halsring, eine braune Brust und aufgerollte Schwanzfedern, die Erpellocke. Der Spiegel ist blauviolett und weiß gesäumt, die Ente braun gefleckt mit orange-dunklem Schnabel. Die Krickente ist klein und sehr wendig; ihr Erpel hat einen kastanienbraunen Kopf mit grünem Seitenband. Wegen der ähnlichen Größe wird sie leicht mit der Knäkente verwechselt, einem Langstreckenzieher, dessen Erpel einen hellen Überaugenstreif zeigt. Die Löffelente erkennt man am breiten Löffelschnabel. Während der Mauser tragen die Erpel ein unscheinbares Schlichtkleid und sind zeitweise flugunfähig.
„Gründelente“ in der Jägerprüfung
Am häufigsten sollen Prüflinge Entenarten richtig den Schwimm- oder Tauchenten zuordnen und für jede Gruppe Beispiele nennen. Weitere Themen sind das Erkennen auf dem Wasser anhand der Stoßhaltung, der breite Schnabel der Löffelente und die Verwechslung von Krick- und Knäkente. Fehlerquellen: Pfeif- oder Schnatterente zu den Tauchenten zählen, den Schwimmlappen an der Hinterzehe übersehen oder Erpel im Schlichtkleid für Enten halten.
Häufige Fragen zu „Gründelente“
Welche Enten sind Gründelenten?
Unter anderem Stockente, Krickente, Knäkente, Löffelente, Spießente, Schnatterente und Pfeifente. Reiher-, Tafel- und Schellente gehören dagegen zu den Tauchenten.
Woran erkennt man eine Gründelente auf dem Wasser?
Sie schwimmt hoch, ihr Stoß zeigt schräg nach oben, und beim Auffliegen erhebt sie sich meist direkt ohne Anlauf.
„Gründelente“ kommt in 15 Prüfungsfragen vor
So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Wildbiologie und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.
Kostenlos Prüfungsfragen übenVerwandte Begriffe
- TauchenteTauchenten sind Entenvögel, die zur Nahrungssuche ganz unter Wasser gehen. Sie liegen tiefer im Wasser als Gründelenten und laufen beim Auffliegen meist über die Oberfläche an.
- FederwildFederwild ist die jagdliche Sammelbezeichnung für alle wildlebenden Vogelarten, die dem Jagdrecht unterliegen – etwa Hühnervögel, Enten, Gänse, Tauben, Schnepfen, Rabenvögel sowie Greifvögel und Falken.
- KleingewässerEin Kleingewässer ist eine kleine, meist stehende Wasserstelle wie Tümpel oder Laichteich; im Revier dient es vor allem Amphibien als Fortpflanzungsort und ist ein klassisches Element der Biotophege.
- WasserarbeitWasserarbeit ist das Suchen und Bringen von Wild durch den Jagdhund aus dem Wasser und aus deckungsreichen Uferbereichen – ein zentrales Fach von Ausbildung und Brauchbarkeitsprüfung.
- GewässerrandstreifenEin Gewässerrandstreifen ist ein bewachsener Streifen entlang von Bächen, Flüssen oder Seen zwischen dem Wasser und der bewirtschafteten Fläche. Chemische Pflanzenschutzmittel dürfen dort nicht ausgebracht werden.
Weitere Begriffe aus Wildbiologie
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