Wildbiologie · Jägersprache

Stoß

auch: Schwanzfedern

Stoß ist das jägersprachliche Wort für den Schwanz der Vögel, also die Gesamtheit der Schwanzfedern; seine Form ist ein wichtiges Merkmal bei der Bestimmung von Federwild und Greifvögeln.

Was bedeutet „Stoß“ beim Vogel?

Den Schwanz eines Vogels nennt der Jäger Stoß. Das Wort gehört zu den Körperbezeichnungen des Federwildes, zu denen auch Schwingen für die Flügel, Ständer für die Beine und Fänge für die Greifwerkzeuge der Greifvögel und Eulen zählen. Der Stoß kann kurz oder lang sein, keilförmig, gegabelt oder gerundet. Zusammen mit Flügelform, Kopfproportionen und Flugbild prägt er die Silhouette, an der viele Arten schon aus der Ferne zu erkennen sind. Die Färbung allein reicht dagegen wegen Jugendkleid, Mauser und Farbvarianten oft nicht aus.

Typische Stoßformen

Habicht und Sperber haben einen langen Stoß bei kurzen, runden Schwingen. Beim Turmfalken fällt eine breite, dunkle Endbinde auf. Milane, etwa der Schwarze Milan, tragen einen gegabelten Stoß, der Kolkrabe einen keilförmigen, an dem er sich im Flug von den übrigen Rabenvögeln unterscheidet. Die Elster zeigt einen schillernden Stoß zu ihrem schwarz-weißen Gefieder. Bei den Hühnervögeln hat der Birkhahn einen lyraförmigen Stoß mit weißem Unterstoß, der balzende Truthahn fächert seinen Stoß auf, die Wachtel dagegen hat nur einen kurzen Stoß. Beim Stockerpel sitzen die Erpellocken auf dem oberen Rücken kurz vor dem Stoß.

Enten auf dem Wasser unterscheiden

Am schwimmenden Vogel hilft der Stoß, Schwimm- und Tauchenten zu trennen. Bei Schwimmenten ragt er halbschräg nach oben aus dem Wasser und ist gut zu sehen. Tauchenten dagegen liegen mit dem Stoß flach auf der Wasseroberfläche, sodass er kaum zu erkennen ist.

„Stoß“ in der Jägerprüfung

Die Prüfung nutzt den Begriff vor allem in Bestimmungsaufgaben: gegabelter Stoß beim Milan, keilförmiger beim Kolkraben, Endbinde beim Turmfalken, lyraförmiger beim Birkhahn und die Haltung des Stoßes bei Schwimm- und Tauchenten. Auch die Lage der Erpellocken wird über den Stoß beschrieben. Ein Klassiker ist der Birkhahn: Wer hier von einem Lyrageweih redet, liegt falsch, gemeint ist sein lyraförmiger Stoß.

Häufige Fragen zu „Stoß“

Welcher Greifvogel hat einen gegabelten Stoß?

Der Milan, zum Beispiel der Schwarze Milan. Zum Milan passen außerdem ein Horst, in den Unrat eingebaut ist, und seine Rolle als Aasfresser.

Wie erkennt man am Stoß Schwimm- und Tauchenten?

Schwimmenten tragen den Stoß schräg nach oben über dem Wasser. Bei Tauchenten liegt er flach auf und ist kaum zu sehen.

„Stoß“ kommt in 12 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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