Dinkel
Dinkel ist ein alter Spelzweizen, dessen Körner beim Dreschen fest von den Spelzen umschlossen bleiben und vor dem Mahlen eigens entspelzt werden müssen.
Er ist eng mit dem Weichweizen verwandt, wird aber 60 bis 120 Zentimeter hoch und damit meist länger. Die Ähre ist schlank, locker, seitlich zusammengedrückt und im Querschnitt fast vierkantig, je nach Sorte grannenlos oder begrannt. Zur Reife zerbricht die Ährenspindel in einzelne Glieder, und beim Drusch fallen deshalb Vesen an, also Ährchen mit Spelzen, Körnern und einem Stück Spindel. Die Spelzen machen 20 bis 30 Prozent des Erntegutes aus.
Dinkel ist anspruchsloser als Weizen und wächst auch auf flachgründigen Böden und in rauen Lagen. Angebaut wird fast ausschließlich Winterdinkel, der im Herbst gesät wird. Wegen der langen Halme neigt er zu Lager, und die brüchige Spindel kann zu Ernteverlusten führen. Für das Wild gleicht er dem Weizen: Die junge Wintersaat ist Äsung für Reh und Hase, der reifende Bestand Deckung.
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