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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Feldhase

Typischer Niederwildbewohner offener Feldfluren und Vertreter der Hasenartigen.

Der Feldhase ist eine Leitart der offenen Kulturlandschaft und ein klassisches Prüfungsthema. Er lebt oberirdisch in der Sasse, ist kein Nagetier und reagiert empfindlich auf Strukturarmut, frühe Mahd und intensiven Nutzungsdruck.

Artmerkmale

Der Feldhase gehört zur Ordnung der Hasenartigen und nicht zu den Nagetieren. Kennzeichnend sind lange Hinterläufe, lange Löffel mit schwarzen Spitzen und die schwarz-weiße Blume. Anders als das Wildkaninchen lebt der Feldhase nicht im Bau, sondern drückt sich tagsüber in eine flache Bodenmulde, die Sasse.

Lebensweise

Der Feldhase ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und nutzt offene Feldfluren mit Randstrukturen, Brachen und Hecken. Bei Gefahr drückt er sich zunächst und flüchtet dann mit schnellen Haken. Junghasen kommen bereits behaart und sehend zur Welt und zählen damit zu den Nestflüchtern.

Bedeutung für Hege und Prüfung

Die Bestände des Feldhasen hängen stark von Insektenreichtum, Deckung, extensiven Säumen und möglichst störungsarmen Strukturen ab. In der Jägerprüfung ist die Abgrenzung zum Wildkaninchen ein absoluter Klassiker. Wer Sasse, lange Löffel mit schwarzen Spitzen und oberirdische Lebensweise sicher beherrscht, liegt meist richtig.