Roggen
Roggen ist ein hoch wachsendes, anspruchsloses Getreide mit schlanker, begrannter Ähre, das überwiegend als Winterroggen auf leichten, sandigen Böden angebaut wird.
Er wird höher als Weizen und Gerste, seine schlanke, leicht nickende Ähre trägt deutliche Grannen, die aber kürzer sind als bei der Gerste. Die jungen Blätter sind oft bläulich grün. Roggen ist sehr winterhart, verträgt arme und saure Böden und wächst auch dort, wo Weizen kaum noch gedeiht. Anders als Weizen, Gerste und Hafer wird er vom Wind fremdbestäubt; über die offenen Blüten kann ihn das Mutterkorn befallen, ein giftiger Pilz.
Für das Wild ist die grüne Roggensaat eine wichtige Winteräsung, und nach der Getreideernte gesäter Grünroggen verbessert das Äsungsangebot im Herbst und Winter. Später gibt der hohe Bestand Deckung. Eine besondere, mehrere Jahre nutzbare Form für Wildäcker ist der Waldstaudenroggen. Die Kreuzung aus Weizen und Roggen heißt Triticale.