Mischwald
Ein Mischwald ist ein Wald aus mehreren Baumarten, oft aus Laub- und Nadelbäumen, im Gegensatz zum Reinbestand, der von einer einzigen Baumart gebildet wird.
Die Arten können einzeln, in Trupps oder in größeren Gruppen gemischt sein. Von Natur aus wären die meisten Wälder in Deutschland Laubmischwälder mit der Buche als häufigster Baumart, im Bergland oft Bergmischwälder aus Buche, Tanne und Fichte. Mischwälder gelten als stabiler, weil ein Sturm, eine Dürre oder ein Schädling selten alle Baumarten zugleich trifft. Deshalb werden reine Fichten- und Kiefernbestände vielerorts zu Mischwäldern umgebaut.
Für das Wild bietet ein Mischwald mehr als ein Reinbestand: unterschiedliche Mast wie Eicheln und Bucheckern, vielfältigere Knospen und Triebe, oft mehr Licht und damit mehr Unterwuchs. Damwild etwa bevorzugt reich gegliederte Landschaften mit Mischwald, Feldern und Wiesen. Ob ein Mischwald aufwächst, hängt allerdings stark davon ab, dass verbissempfindliche Baumarten nicht vom Schalenwild herausgefressen werden.