Hege

Stoppelbrache

auch: Stoppelfeld

Eine Stoppelbrache ist ein abgeerntetes Getreidefeld, dessen Stoppeln über Herbst und Winter stehen bleiben, statt sofort umgebrochen zu werden; sie bietet Niederwild wie Rebhuhn und Feldhase Nahrung und Deckung.

Was ist eine Stoppelbrache?

Nach der Getreideernte bleiben auf dem Acker die kurzen Halmreste stehen, die Stoppeln. Wird die Fläche danach nicht gleich bearbeitet, sondern bis in den Winter hinein liegen gelassen, spricht man von einer Stoppelbrache. Auf ihr finden sich ausgefallene Körner, Samen von Wildkräutern und Insekten, und die Halme geben niedrige Deckung. So bleibt Arten der offenen Kulturlandschaft auch nach der Ernte ein Nahrungs- und Rückzugsraum erhalten.

Stoppelbrachen als Hegemaßnahme

Das Belassen von Stoppelfeldern gilt als Beispiel für die gesetzliche Pflicht zur Hege, weil es den Winterlebensraum des Rebhuhns verbessert. Für das Rebhuhn zählen Stoppelfelder mit Sämereien über den Winter zu den wichtigsten Lebensraumhilfen, zusammen mit Brachen, Altgrasstreifen, Feldrainen und blütenreichen Säumen. Auch in den Hegeempfehlungen für den Feldhasen tauchen Stoppelbrachen und Winterdeckung auf. Feldvögel profitieren von Insekten und Samen. Da die Flächen den Landwirten gehören, setzt die Maßnahme Zusammenarbeit voraus: Jäger und Landwirte können gemeinsam Agrarumweltmaßnahmen beantragen oder Absprachen über das Stehenlassen der Stoppeln treffen.

Weitere Äsung nach der Ernte

Die Stoppelbrache ist nicht die einzige Möglichkeit, dem Wild nach der Getreideernte zusätzliche Äsung zu verschaffen. Ebenso kommen die Einsaat von Ackersenf und die Aussaat von Winterrübsen in Frage. Im Unterschied zu diesen Einsaaten entsteht die Stoppelbrache ohne neue Aussaat, allein durch das Verschieben der Bodenbearbeitung.

„Stoppelbrache“ in der Jägerprüfung

Gefragt wird, welchen Wildarten die Stoppelbrache nützt; erwartet werden Feldhase und Rebhuhn. Außerdem erscheint sie bei der Frage, wie nach der Getreideernte zusätzliche Äsung entsteht, und als Beispiel für gesetzeskonforme Hege. Der Begriff gehört in die Sachgebiete Wildhege, Landbau und Niederwild.

Häufige Fragen zu „Stoppelbrache“

Welchen Wildarten hilft eine Stoppelbrache?

Vor allem Rebhuhn und Feldhase. Sie finden dort nach der Ernte Körner, Samen und Deckung; Feldvögel profitieren zudem von den Insekten.

Warum gilt das Stehenlassen von Stoppeln als Hege?

Es verbessert gezielt den Winterlebensraum von Niederwild, besonders des Rebhuhns. Damit dient es dem Ziel der Hege, die Lebensgrundlagen des Wildes zu pflegen und zu sichern.

„Stoppelbrache“ kommt in 5 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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